Birnhirn: Pokemon go auf mostviertlerisch. Programm für Handy und Tablets ermöglicht Birnen zu erkennen und Bäume zu registrieren. Alle können mitmachen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 27. September 2016 (04:25)
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Josef Hörersdorfer von der q2e Online-Agentur, Mostbaron Toni Distelberger und Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer präsentieren das „Birnhirn“ – ein Programm zur Birnenerkennung und zur Registrierung der Birnbäume. Foto: Hudler
Heribert Hudler

„Birnhirn“ heißt das neueste Leaderprojekt der Moststraße, das in der Vorwoche beim Mostbaron Distelberger präsentiert wurde.

Datenbank enthält bereits rund 50 verschiedene Sorten

„Die Speckbirne, die Grüne Pichlbirne oder auch die Dorschbirne kennen bei uns sicher viele Leute. Bei der Bartlmaibirne, der Kolmasbirne oder der Schmotzbirne schaut das schon ganz anders aus. Künftig kann man aber per Handy oder Tablet mit dem eigens dafür kreierten Programm ‚Birnhirn‘ leicht herausfinden, welche Sorte man in den Händen hält“, sagt Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer.

Erarbeitet wurde das Programm von Josef Hörersdorfer von der q2e Online-Agentur. Aufbauend auf das Buch „Die Mostbirnen. Die Früchte des Mostviertels“ von Martina Schmidthaler aus dem Jahr 2001 enthält die Datenbank bereits rund 50 verschiedene Sorten.

„Mostbirnen sind im Zeitalter der Smartphones angekommen“

Wer also nicht weiß, welche Birnenart ein Baum trägt, der kann sein Tablet zücken und zum Beispiel Farbe, Form und Stielansatz eingeben. Dann schlägt ihm „Birnhirn“ eine Sorte vor. Eine weitere Funktion des Programmes ist es, den Baum zu lokalisieren und zu markieren.

Auf der Startseite erscheint als erstes eine Karte, auf der die bisher erfassten Bäume erkennbar sind. Diese soll sich natürlich immer mehr füllen, denn insgesamt gibt es an der Moststraße rund 300.000 Birnbäume. Hörersdorfer ist überzeugt davon, dass vor allem junge Mostviertler und Mostviertlerinnen sich für das „Birnhirn“ begeistert werden. „Denn das ist fast so wie Pokemon go, halt nur mit Birnbäumen“, sagt er.

Auch Hinterholzer glaubt an den Erfolg des „Birnhirns“: „Die Mostbirnen sind nun auch im Zeitalter der Smartphones und Tablets angekommen. Unser Ziel ist es natürlich, so viele Menschen wie möglich zu bewegen, ihren Baumbestand in dieser Datenbank einzutragen, damit leisten wir alle einen wichtigen Beitrag zur Sortenerhaltung.“

Adresse: www.birnhirn.at