MEZ-Erweiterung: Sparkasse plant Investition. Standorte Hausmening und Mauer werden zu Kompetenzzentrum in Neufurth.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 13. April 2018 (05:56)
Im Jahr 1965 wurde das Sparkassenhaus in Hausmening fertiggestellt. Nun ist eine Übersiedlung der Bankstelle ins nahegelegene Mostviertler Einkaufszentrum geplant. Foto: Vogl
Ingrid Vogl

Die Betreiber des Mostviertler Einkaufszentrums (MEZ) Neufurth tragen sich mit dem Gedanken, das bestehende Gebäude um rund 500 Quadratmeter zu erweitern. Die Hälfte dieser Fläche möchte künftig die Sparkasse der Stadt Amstetten AG nutzen.

„Wir haben erste Schritte für die Schaffung eines neuen Kompetenzzentrums in Hausmening gesetzt. Geplant ist, die Standorte Mauer und Hausmening dort zusammenzuführen“, sagt Vorstandsdirektor Adolf Hammerl.

Die derzeitigen Bankstellen in Hausmening und Mauer hätten großen Investitionsbedarf, keiner der Standorte eigne sich aber zum Ausbau zu einem modernen Kompetenzzentrum. „Daher haben wir uns für eine Ansiedlung im Mostviertler Einkaufszentrum entschlossen, denn das bringt auch den Kunden Vorteile. Sie können ihre Bankgeschäfte und Einkäufe künftig in einem Weg erledigen. Außerdem ist das Einkaufszentrum gut an den öffentlichen Verkehr angebunden“, sagt Hammerl.

Klares Bekenntnis zur Region

Die Sparkasse setzte mit dieser Großinvestition auch ein klares Bekenntnis zur Region und möchte den Kunden noch besseres Service bieten als bisher. „Besonders wichtig ist uns, dass die sechs Mitarbeiter der beiden aktuellen Standorte im Kompetenzzentrum auch weiterhin als Ansprechpartner für die Kunden zur Verfügung stehen. Zusätzlich soll es Raum und Mitarbeiter-Kapazität für alle Formen der gehobenen Veranlagungsberatung, des Kommerzgeschäfts wie auch zur Beratung von freiberuflichen Kunden geben“, sagt Vorstandsdirektor Reinhard Weilguny.

Man gehe bei der Sparkasse, entgegen derzeitigen Tendenzen am übrigen Bankenmarkt, bewusst den Weg zu mehr Qualität, besserer Erreichbarkeit und mehr Angebot für die Kunden.

Das neue Kompetenzzentrum soll den Mostviertlern „Erlebnisbanking“ und ganz nach dem „gut leben“-Leitmotiv der Sparkasse auch ein Wohlfühl ambiente bieten. „Wir wollen da wirklich einen Leuchtturm setzen“, sagt Hammerl.

Ob an den bisherigen Standorten Bankomaten bleiben, ist noch nicht ganz klar. „In Mauer ist es auf jeden Fall unser Bestreben zumindest die Bargeldversorgung aufrecht zu erhalten“, versichern die beiden Vorstandsdirektoren. Das ist auch Ortsvorsteher Anton Ebner (SP) ein großes Anliegen. Er könnte sich als Standort für den neuen Bankomaten auch den Außenbereich der Ortsvorstehung vorstellen. Gespräche mit der Sparkasse laufen.

Partnersuche ist für Sparkasse kein Thema

Das Haus in Hausmening, das 1965 fertiggestellt wurde, gehört dem Bankinstitut. Im Obergeschoß befindet sich derzeit eine Arztpraxis. Wie es mit dem Haus weitergehen wird, ist noch unklar. Von einer Vermietung bis hin zum Verkauf sind für die Sparkassenführung da alle Optionen offen. Im Moment ist das alles aber ohnehin noch Zukunftsmusik. Ende Mai sollen die Pläne für das Kompetenzzentrum eingereicht werden, in Betrieb gehen soll es spätestens Ende des 1. Quartals 2019.

Auf Freiersfüßen, wie andere Geldinstitute, wandelt die Sparkasse übrigens nicht. „Eine Partnersuche ist für uns derzeit kein Thema. Wir kommen mit unserer Größe und den Anforderungen sehr gut zurecht. Bezüglich der immer neuen Auflagen im Bankensektor bietet ja der Sparkassenverbund verschiedene Leistungen an. Da kann man also auch etwas auslagern. Wir machen aber derzeit in Amstetten noch sehr viel selbst“, sagt Hammerl.