HAK-Schüler: Dem Faschismus auf der Spur. Schüler der HAK Amstetten und der BAfEP diskutierten in Neuhofen mit hochkarätigen Experten über den Themenkomplex Faschismus und Nationalismus.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 22. Oktober 2020 (06:44)
Jugendliche und Experten tauschten sich über Faschismus aus. Das beliebte Format war in Neuhofen wieder ein voller Erfolg.
Heribert Hudler

„Das Format Jugend Enquete hat mich begeistert!“, betont Wolfgang Gasser vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs nach vier intensiven Diskussionsrunden mit Schülern der Handelsakademie und BAfEP Amstetten. Ein großes Lob und Danke ging dabei an das Engagement der Jugendlichen, die sich heuer auf das Thema „Faschismus & Nationalismus“ eingelassen haben, viele Fragen stellten und sich auch noch in den Pausen darüber unterhielten. Der Referentenpool ließ sich sehen und war top besetzt. So kam Politologe Reinhold Gärtner von der Universität Innsbruck zum zweiten Mal nach Neuhofen ins Museum Ostarrichi, um sich wieder den Fragen der Jugendlichen zu stellen und gab beim Seminar für Pädagoginnen am Nachmittag tollen Input, wie man die Themen Faschismus und Nationalismus im Unterricht integrieren kann.

Besonders aufmerksam verfolgten die Schüler den Ausführungen von Felix Benneckenstein. Er stieg 2011 aus der Neonazi-Szene aus und ist Mitbegründer der Aussteigerhilfe Bayern. Mit Heinrich Ammerer von der Universität Salzburg beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Frage „Wieviel Nation braucht der Mensch?“.

Vom Inhalt und der Qualität der Vortragenden und der Diskussionen zeigte sich auch Museumsvereins-Obmann Peter Doersieb begeistert. Er bedankte sich bei Kulturvermittlerin Helga Steinacher für die hervorragende Organisation. Gemeinsam mit Katharina Eibensteiner vom Museumsbüro und mit Unterstützung von Elisabeth Braun, die akribisch für einen reibungslosen Ablauf sorgten und kontrollierten, war es überhaupt möglich die Jugend Enquete Ostarrichi erfolgreich und zur Zufriedenheit aller durchzuführen. Das zeigte sich auch am großartigen Feedback der Lehrer. „Wir kommen jedes Jahr zur Jugend Enquete, weil wir den Schülern diese tolle Möglichkeit einfach bieten möchten.“, so Gabriele Piringer von der BAfEP Amstetten. Das tolle Feedback freut den Museumsverein und Helga Steinacher, die abschließend meinte: „Kulturvermittlung ist mit ihren Formaten sicht- und spürbar. Regionalmuseen wie das Museum Ostarrichi, die seit Jahren voll auf die Kulturvermittlung setzen, zeigen vor, wie es geht.“