Hoch lebe die Mostkultur: Neuer Mostprimus angelobt

Erstellt am 11. August 2022 | 04:27
Lesezeit: 3 Min
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Primus-Vorgänger Josef Zeiner, Neuhofens Bürgermeisterin Maria Kogler, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Mostkönigin Sigrid I, Christoph Wurzenberger, Mostprimus Leopold Reikersdorfer und Gattin Michaela.
Foto: Gabriela Leimhofer
Im Rahmen der Mostwallfahrt erfolgte die Angelobung des neuen Mostprimus Leopold Reikersdorfer in Neuhofen.
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In der vergangenen Woche erfolgte die offizielle Angelobung von Mostbaron Leopold Reikersdorfer als neuem Mostprimus. Nach einer Wallfahrtsprozession bei strahlendem Sonnenschein führte der Weg der Teilnehmer und Gratulanten zurück zum Mostheurigen Reikersdorfer in Greinöd bei Neuhofen.

Zu den Gästen zählte unter anderem der Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Pernkopf, welcher sich als großer Fan der Mostkultur outete. „Der Name unseres Viertels bestätigt schon, dass wir hier im Mostviertel den qualitativ besten Most haben“, betonte Pernkopf.

Der Primus ist der erste Diener der Gemeinde. Unter dieser Prämisse wurde Leopold Reikersdorfer von seinem Vorgänger Josef Zeiner und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf feierlich und ganz nach dem traditionellen Ablauf angelobt. Dazu gehört unter anderem die Übergabe der Kette der Mostbarone. Das Tragen dieser Kette wird unter den Baronen als große Ehre empfunden. Zum Verständnis muss man wissen, dass den Mostbaronen bei der Angelobung vom Patron ein Münzrecht zuerkannt wird. Jeder Mostbaron hat eigene Barontaler mit einer individuellen Prägung. Alle Taler der Vereinsmitglieder sind auf der Mostbaronkette vertreten und repräsentieren die Zusammengehörigkeit.

„Spendenstier“ und Dank an die Familie

„Ich möchte mich ganz herzlich bei jedem Einzelnen bedanken, der jederzeit mit Rat und Tat zu meiner Seite stand. Ganz besonders hervorzuheben sind dabei meine Frau Michaela und meine Eltern, da es nicht selbstverständlich ist, mich bei meinen Tätigkeiten so zu unterstützen“, so Reikersdorfer.

Ein weiteres Anliegen war der Familie „Fernando, der Spendenstier“. Die Gäste konnten in diesen Porzellan-Stier ihre Spende werfen, um eine Mutter in Kematen finanziell zu unterstützen. „Letztes Jahr konnten wir mithilfe des Stiers rund 2.000 Euro sammeln, um ein soziales Projekt zu unterstützen und wir hoffen, auch dieses Mal einen schönen Betrag zu erzielen“, sagte Michaela Reikersdorfer. Zum Abschluss der Angelobung sprach Pernkopf nochmals ein großes Lob an die Mostbarone aus. „Ein großes Danke an alle, die so mit Herzblut bei der Sache sind und die Mostkultur wirklich sehr gut repräsentieren!“ Um den offiziellen Teil noch feierlich zu beschließen, wurde ein Cideranstich vollzogen.

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