Neuer Aufgang zur Kirche St. Veit

Erstellt am 20. April 2022 | 03:44
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8333150_ams16bezirk_neuhofen_kirche_st_veit.jpg
Karl Hausberger, Peter Beer, Bürgermeisterin von Neuhofen, Maria Kogler, Pfarrer Christoph Hofstätter, Obmannstellvertreter und Landtagsabgeordneter Anton Kasser, Christian Hofer, Mitgründer des Vereins St. Veit, Johann Kößl, und Pfarrkirchenrat Fritz Hausberger am Tag des Spatenstichs zum neuen Aufgang zur Filialkirche St. Veit.
Foto: Margit Brückner
Die Arbeiten zum Stiegenaufgang zur Kirche St. Veit beginnen diese Woche.
Werbung
Anzeige

Am Ostermontag fand in der Filialkirche St. Veit die erste Traditionsmesse der insgesamt vier jährlich stattfindenden Traditionsmessen statt.

Im Rahmen dieser Messe konnte Pfarrer Christoph Hof stätter gemeinsam mit Vereinsobmann St. Veit Fritz Hausberger und Bürgermeister von Allhartsberg, Anton Kasser, sowie Bürgermeisterin von Neuhofen, Maria Kogler, den Spatenstich zum neuen Aufgang zur Kirche vornehmen.

Dieser Stiegenaufgang wird besonders ansprechend gestaltet und kann mit der schönen Hintergrundlandschaft in Zukunft als Fotoplatz für Hochzeiten verwendet werden.

Zudem ist seitlich ein asphaltierter Weg geplant, um die Kirche mit einem Rollstuhl oder mit einem Kinderwagen problemlos zu erreichen.

Die Filialkirche in St. Veit kann mit einigen Besonderheiten aufwarten. Eine davon ist der Hühnerstall im Hochaltar. Wallfahrten zur Kirche St. Veit wurden bereits im 15. Jahrhundert unter dem Hinweis dokumentiert, dass die Pilger zum Patronatsfest auch Hühner spendeten. Der „Hühnerstall“ an der Rückseite des Hochaltares erinnert heute noch an den frühen Brauch. Die Kirche, deren Errichtung auf das Spätmittelalter zurückgeht, wird erstmals in einer Gottesdienstordnung von 1435 erwähnt. Aus dieser Zeit stammt noch der heutige Chorbereich als ältester Bauteil der Kirche. Durch einen Umbau in der Barockzeit entstand gut 200 Jahre später das an den spätgotischen Altarraum anschließende Langhaus. Um das Jahr 1698 war die Kirche in ihrer heutigen Gestalt fertiggestellt.

Eine weitere Besonderheit der Kirche St. Veit ist, dass der Grund rund um die kleine Kirche zum alten Mesnerhaus gehört. Das Haus und die Grundstücke wurden von der Familie Maria und Rudolf Beer gekauft und liebevoll restauriert.

In langwierigen Verhandlungen kam es durch Familie Beer zu einer Schenkung von 261 m² Grund an die Filialkirche. Damit kann diese jetzt vom öffentlichen Gut aus direkt mit dem nun entstehenden Aufgang samt Panoramastiege erreicht werden. Im Gegenzug wurde vom bisherigen Zugang ein Teil an die Familie Beer abgetreten. Mittels einer Benutzungsvereinbarung wird der Zugang bei kirchlichen Anlässen wie althergebracht ermöglicht. In den nächsten Tagen werden die Arbeiten beginnen und wenn es zu keinen unvorhergesehenen Ereignissen kommt, kann man bei der heurigen vierten Traditionsmesse am Sonntag, 4. September, die Eröffnung zelebrieren.

Werbung