Freude für den Gaumen. Die Neuhofner Wirtin und Köchin Theresia Palmetzhofer kochte im Kursalon Hübner bei der Gault & Millau Genussmesse mit der Crème-de-la-Crème der Spitzenköche auf.

Von Peter Führer. Erstellt am 28. September 2017 (05:57)
privat

Mit etwa einhundert Ständen bot die Gault & Millau Genussmesse im Wiener Kursalon Hübner eine geschmackvolle Reise für Gourmets. Unter den Ausstellern und Starköchen, die live aufkochten, waren klingende Namen wie Karl und Rudolf Obauer, Heinz Reitbauer, Toni Mörwald oder Manfred Buchinger.

Als einzige Dame der illustren Runde konnte auch Theresia Palmetzhofer vom Gasthaus zur Palme aus Neuhofen ihre spannenden Kreationen präsentieren.

Die 36-jährige Wirtin begeisterte mit einem Waldorfsalat, Pochiertem und Dirndlcreme. „Insgesamt waren es 450 Portionen, die wir gemeinsam – ich und ein Ex-Kollege – ausgegeben haben“, berichtet Palmetzhofer von der Veranstaltung. Für sie war es der erste Auftritt bei der Gault & Millau Genussmesse.

Internationale Küche hautnah kennengelernt

Palmetzhofer, die bei der Genussmesse neben dem Who-is-Who der österreichischen Kochszene auftrat, blickt auf eine spannende berufliche Laufbahn zurück. Nach der Tourismusschule in St. Pölten (1997 bis 2000) ging die Neuhofnerin auf Saison nach Vorarlberg. Ab 2008 unterstützte sie ihre Mutter – ebenfalls Theresia – im elterlichen Betrieb am Neuhofner Marktplatz, ehe es 2008 nach Italien ging. „Dort habe ich in einem Restaurant die italienische Küche kennengelernt und auch einen Eismach-Kurs besucht“, erinnert sich die Köchin und Unternehmerin zurück.

NOEN, Patrick Anthofer
Das Team des Gasthauses zur Palme (von links): Theresia Palmetzhofer, Theresia Palmetzhofer sen., Michael Winkler,Georg Schnabel, Diamantis Antonopolos und Paul Stadler.

Danach ging es ins Wiener Luxusrestaurant Novelli, wo sie zur Sous-Chefin, der rechten Hand von Starkoch Konstantin Filippou, aufstieg. Zwei Jahre lang arbeitete sie im bekannten Restaurant, ehe die Reise nach Spanien (San Sebastian) weiterging. Auf Empfehlung von Filippou durfte Palmetzhofer bei Meisterkoch Juan Marie Arzak ein zweimonatiges, unbezahltes Praktikum absolvieren. „Das war eine unglaubliche Erfahrung, die ich nur machen konnte, weil Konstantin Filippou den Kontakt mit Arzak hergestellt hat“, berichtet die 36-Jährige.

Heimkehr in den elterlichen Betrieb

Nach einem weiteren Abstecher Richtung Kopenhagen, wo die Neuhofnerin auch Einblicke in die nordische Küche gewann, und der Mitarbeit bei einem Filippou-Kochbuch, begann sie schließlich im Jahr 2015 mit den Planungen für die Rückkehr nach Neuhofen. Im Zuge des Umbaus des elterlichen Gasthauses wurde die Küche komplett erneuert. Auch weitere Renovierungen standen auf dem Programm.

Der Umstieg von der großen Stadt in Richtung Heimat fiel Palmetzhofer, die das Restaurant im November 2016 wiedereröffnete, nicht allzu schwer. „Die Neuhofner kennen mich alle schon von früher, das hat die Rückkehr natürlich erleichtert.“ Auch mit dem Start könne sie zufrieden sein. „Das Einzugsgebiet ist groß, es kommen viele Gäste von weiter her.“

In ihrem Wirtshaus/Restaurant will die Wirtin das Traditionelle bewahren und ihre persönlichen Erfahrungen aus Italien, Spanien, Dänemark und Wien einfließen lassen. Wenig verwunderlich finden sich somit auf der kompakten Speisekarte neben dem klassischen Schweinsschnitzel auch seltenere Gerichte, wie das Duroc-Filet oder Wolfsbarsch mit gegrillten Tomaten, Hummus und Cous Cous.

„Ich wollte immer, wenn ich wieder nach Neuhofen zurückkehre, auch mein eigenes Ding machen. Traditionelles, wie etwa die Pizza, die es jeden Sonntag bei uns gibt, steht aber ebenfalls weiter oben auf der Liste“, klärt Palmetzhofer auf.