Hermann Knapp-Lesung: Im Dialog mit dem Tod. NÖN-Redaktionsleiter Hermann Knapp las im Rudolfsaal der Trauerhilfe Beer aus seinem skurrilen Roman.

Von Daniela Führer. Erstellt am 31. Januar 2017 (04:18)
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Es war keine gewöhnliche Lesung am Donnerstagabend im Rudolfsaal der Trauerhilfe Beer in Neuhofen. Aber genau das hatten sich die Gäste bei Hermann Knapps Buchpräsentation auch erhofft – und sie wurden nicht enttäuscht.

Schräge, witzige, aber auch gesellschaftskritische Geschichte

Der Titel des Romans „Der Tote, der nicht sterben konnte“ ließ bereits erahnen, wohin die Reise geht. Und zwar in eine Welt voll schrägem Humor, skurriler Figuren, ungewöhnlicher Schauplätze und Handlungsstränge gipfelnd in der wohl größten Frage der Menschheit: Was bringt der Tod – oder in Hermann Knapps Fall: Was, wenn einem der Tod auf einmal nichts mehr bringt?

Hermann Knapps Geschichte von Martin Heinz, der an einem Supervirus erkrankt ist und deshalb nach einem tödlichen Unfall einfach nicht stirbt, zog die rund 50 Besucher der Lesung sofort in ihren Bann. In spannenden und witzigen Auszügen aus seinem Buch gab der Redaktionsleiter der Amstettner NÖN einen Einblick in seine schräge, witzige aber auch gesellschaftskritische Geschichte, der Lust auf mehr machte.

Neben den Leseproben trat Knapp auch in Dialog mit Moderatorin Teresa Sturm und beantwortete interessante Fragen über seine Motivation und Inspiration und wie viel von ihm und seiner Lebenswelt in seinen Geschichten schlummert. Zur Frage, wie man es als Autor schafft einen Verlag zu finden und wie lange es dauert, bis der eigene Roman in den Buchläden liegt, meinte Knapp schmunzelnd: „Dazu braucht es Geduld und eine hohe Frustrationsgrenze.“