Landjugend schafft es ins Fernsehen. Neustadtler Burschen wurden im Vorjahr beim Maistrich-Brauch gefilmt.

Von Daniela Führer. Erstellt am 30. April 2019 (04:54)
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An einem Abend drehte das Filmteam das Ziehen des Maistrichs, am nächsten Morgen filmte man dann die letzte Szene, in der Nathalie Rücklinger (rechts) in der Früh den Maistrich entdeckte.
Landjugend

Ein Jahr liegen die Dreharbeiten bereits zurück. Der Schauplatz zog sich dabei quer durch Neustadtl und die „Darsteller“ waren eine Handvoll Neustadtler Burschen rund um den aktuellen Leiter der örtlichen Landjugend, Florian Dammerer. Sie wurden bei einer Tradition, die im Bezirk Amstetten Jahr für Jahr hoch gehalten wird, von einem Kamerateam des Fernsehsenders „Servus TV“ begleitet: dem Mai-strichziehen. „Das Kamerateam kam am Abend zu uns und filmte uns zuerst beim Abmischen der Farbe. Dann, bei der Fahrt, fuhr ein Auto hinter uns nach, von dem aus gefilmt wurde, und auch bei uns am Anhänger wurde mitgefilmt“, erzählt Dammerer von den Dreharbeiten im Vorjahr. Gesehen hat er den Beitrag mit seinen Freunden selbst noch nicht. Daher sei man auch schon gespannt auf den Beitrag in der Sendung „Heimatleuchten: Vom Anbandeln und Heiraten“, der am Freitag, 3. Mai, um 20.15 Uhr auf Servus TV ausgestrahlt wird. Dass für diesen TV-Beitrag die Landjugend Neu-stadtl ausgewählt wurde, das hat der damalige Landesleiter der LJ Niederösterreich, Gerald Wagner aus Neustadtl, arrangiert.

Maistrich, wenn sich Beziehung anbahnt

Und wie wählen die Burschen eigentlich die Paare aus, die mittels Kalkstrich und Herzen vor ihren Häusern verbandelt werden? „Wir machen das ja eigentlich eher selten“, verrät Dammerer gegenüber der NÖN. „Nur dann, wenn da oder dort eine Beziehung in Aussicht steht oder wenn zwischen zweien etwas war, dann machen wir das.“ Ob heuer wieder zwei Herzen verbunden werden? „Das wissen wir noch nicht mit Sicherheit“, ließ sich Dammerer beim Interview in der Vorwoche nicht in die Karten blicken.