„Euro Skills“: Ohne Schweiß kein Preis

Erstellt am 24. September 2018 | 10:39
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Thomas Käferböck mit einem angefertigten Stahlkessel.
Foto: NOEN
Der Neustadtler Thomas Käferböck (22) hofft bei der EM der Schweißer in Budapest auf einen Spitzenplatz.
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Für Thomas Käferböck wird es diese Woche spannend: Der 22-jährige Neustadtler tritt bei den „Euro Skills“ – der Berufseuropameisterschaft – ab 26. 9. in Budapest, Ungarn, an. Und zwar in der Kategorie „Schweißen“. Mehrere Monate bereitete sich der Anwendungstechniker für Schweißtechnik in der Werkstatt zuhause auf den internationalen Bewerb vor. Mit dem Training begann er im Mai. „Insgesamt habe ich etwa 250 bis 300 Stunden trainiert. Es war sehr anstrengend, daher freue ich mich jetzt schon, wenn es ernst wird“, betont Käferböck.

„Das wichtigste Stück ist der Stahlkessel"

Nach der Anreise am Montag und den Vorbereitungsarbeiten am Dienstag steht von Mittwoch bis Freitag die Punktejagd auf dem Programm. Sieben Stücke sind zu bearbeiten. Dazu gehören Kessel aus Stahl, Alu und Nirosta sowie weitere Prüfstücke und ein Rohr. „Das wichtigste Stück ist der Stahlkessel. Dieser wird auch mit 70 Bar abgedrückt. So wird kontrolliert, ob gut gearbeitet wurde. Es wird jedes Stück genau bewertet“, verrät der Neustadtler.

Für Käferböck, der für die Firma Kemppi im Bereich Anwendungstechnik für Schweißtechnik tätig ist und von dieser auch viel Unterstützung erhielt, werden die „Euro Skills“ nicht der erste Bewerb sein. Er konnte bereits 2014 und 2016 den Österreichischen Staatsmeistertitel erreichen. Bei der Weltmeisterschaft 2015 in Brasilien holte er einen Top-15-Platz. „Dort waren die asiatischen Teilnehmer zu stark. Sie trainierten viele Jahre auf die WM hin. Diese Zeit habe ich ganz einfach nicht“, blickt Käferböck zurück. Für die „Euro Skills“ setzt sich der Neustadtler hohe Ziele: „Ein Stockerlplatz wäre schön. Ich habe bei den Vorbereitungen mein Bestes gegeben und bin optimistisch, dass ich das schaffen werde.“

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