Florian Oberforster: „Mit Ehrgeiz und Mut ist so viel möglich“

Erstellt am 10. April 2022 | 05:00
Lesezeit: 4 Min
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Florian Oberforster war beim Finale von „Ninja Warrior Austria“ gut unterwegs, scheiterte aber durch eine Unkonzentriertheit. Nächstes Jahr will er einen neuen Anlauf nehmen.
Foto: Puls4-TV
Der Seitenstettner Florian Oberforster (26) scheiterte im Finale der Puls4-Show „Ninja Warrior Austria“ beim „Stempel“. NÖN sprach mit ihm über Frust und neue Ziele.
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NÖN: Wie waren deineEinschätzungen für denfinalen Lauf?
Oberforster: Nach der Kursbesichtigung habe ich meine Ziele wieder höher gesetzt, da es mir im Bereich des Möglichen schien, den Parcours zu meistern. Auch körperlich habe ich mich für den letzten Lauf noch fit genug gefühlt, obwohl es schon sehr kräftezehrend war. Direkt vor dem Lauf war die Freude größer als die Nervosität. Dadurch, dass der Lauf eine Zeitvorgabe von 4:15 Minuten hatte, bin ich voll losgestartet. Kurz vor der Wall (Steilwand) habe ich die Zeit gesehen und dachte, ich bin gut dabei. Dann kam das Hindernis, das mir zum Verhängnis wurde. Es lag daran, dass ich mit dem Kopf schon weiter war. Ich hätte mich stärker auf den Moment und die Hürde vor mir konzentrieren sollen.

Warst du sehr enttäuscht?
Im Großen und Ganzen bin ich trotz des unglücklichen Ausscheidens stolz und freue mich, so viele Erfahrungen gesammelt zu haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das ganze Team war sympathisch und ich bin dankbar, meinen ersten Ninja-Auftritt so verwirklicht zu haben. Ich kann nur jedem empfehlen, sich zu trauen, denn mit Ehrgeiz und Mut ist so viel möglich.

Was würdest du andersmachen?
Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und weiß jetzt, in welche Richtung ich gezielter trainieren muss, um bei meiner nächsten Teilnahme mehr Kraft zu sparen und um noch weiterzukommen.

Das bedeutet, du willstauch 2023 teilnehmen?
Auf jeden Fall, zu 100 Prozent. Ich bin ein Mensch, der seine Ziele immer höher steckt, als sie realistisch erscheinen. Die Herausforderung ist ein Ansporn, über mich hinauszuwachsen. Sobald die Anmeldung angenommen wird, werde ich meinen Fokus konkret auf das Training und natürlich dann auch auf den Titel Ninja Warrior legen.

Wie wird der Trainingsplan konkret aussehen?
Für Ninja Warrior braucht man vielseitige körperliche Fähigkeiten. Dazu zählen auch Bein- und Fußgelenksstabilität. Dafür werde ich weiter den Nutzen aus dem Fußball ziehen. Der Hauptbestandteil des Trainings wird aber Richtung Klettern gehen, um noch mehr Kraft in den Armen zu bekommen. Was auch ein wesentlicher Bestandteil bei so einem Wettbewerb ist, ist die mentale Stärke, um die Nervosität und Aufregung auszublenden. Da bin ich mittlerweile aber schon auf einem sehr guten Weg.

Für Ninja Warrior braucht man vielseitige körperliche Fähigkeiten

Das hört sich nach einem sehr intensiven Plan an. Was dürfen deine Fans erwarten?
Ich setze mir für die nächste Staffel ein sehr hohes, aber nicht unrealistisches Ziel. Ich möchte der erste Sieger aus dem Mostviertel werden.

Welche Tipps kannst du anderen Ninja Warrior Begeisterten geben?
Ich bin mir sicher, dass viele Menschen gerne teilnehmen würden, jedoch hat die Mehrheit zu großen Respekt oder Angst davor, im Fernsehen aufzutreten, da es eine ungewohnte Situation ist oder es kompliziert und unrealistisch wirkt, wirklich in die Show zu kommen. Aber man muss keine Angst davor haben. Es ist eine Erfahrung, die einen für das Leben prägt. Man lernt nicht nur neue Leute kennen, sondern es ist auch gut für die persönliche Entwicklung. Ich denke, dass Mut immer belohnt wird.

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