ÖBB: Die Bahnhaltestelle bleibt

Erstellt am 31. Jänner 2012 | 00:00
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KRITIK / Insider beanstandet, dass kein Behelfsbahnsteig eingerichtet wurde. ÖBB weist Vorwurf zurück. Chance auf bessere Frühverbindung nach Wien wurde nicht genutzt.
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VON HANNES HIRTENLEHNER

BLINDENMARKT / „Der Bahnhof Blindenmarkt soll künftig komplett zugesperrt werden!“ Dieses Gerücht machte in Blindenmarkt die Runde. ÖBB-Pressesprecher DI Christopher Seif dementiert aber heftig: „Die Situation ist so, dass der Bahnhof Blindenmarkt aufgrund des Westbahn-Ausbaues und des Bahnhofsumbaues über einen längeren Zeitraum nicht mit dem Zug angefahren werden kann. Ab Juli wird es für Blindenmarkt bis September 2014 einen Schienenersatzverkehr geben (wie den bereits bestehenden für Neumarkt), danach ist die Haltestelle Blindenmarkt wieder in Betrieb.“

„Schienenersatzverkehr ist  nicht kundenfreundlich“

Für einen ÖBB-Insider ist aber unverständlich, warum bis 2014 kein Behelfsbahnsteig eingerichtet wurde: „Dadurch wird der Verkehr von der Schiene auf die Straße verlagert. Außerdem verlängert sich durch den Schienenersatzverkehr meistens auch die Fahrzeit. Das ist nicht kundenfreundlich.“

ÖBB-Pressesprecher Seif erklärte dazu, dass während der Bauphase ein provisorischer Bahnsteig errichtet und dann auch ständig umgebaut werden müsste, wobei Gefahrenquellen nicht ausgeschlossen werden könnten. Außerdem sei es notwendig, wegen der geringeren Kapazität während der Bauzeit Regionalzüge einzusparen.

Durch den Entfall des Halts in Blindenmarkt ergebe sich aber nun auch die Chance auf eine Verbesserung, erklärt der ÖBB-Insider: „Durch den entfallenen Halt in Blindenmarkt könnten beim Regionalzug 9397 mit Abfahrt in Amstetten um 4.26 Uhr zwei Minuten Fahrzeit eingespart werden. Die Pendler könnten um 5.38 Uhr ab St. Pölten mit der Westbahn weiterfahren und bereits um 6.22 Uhr in Wien sein. Warum fällt das beim Verkehrsverbund niemandem auf?“

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