Tariferhöhung: Das Wasser wird teurer. Oed-Öhling hängt zur Gänze am Netz der Stadtwerke Amstetten, will sich jetzt aber auch um Alternativen dazu umsehen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 01. Januar 2021 (03:49)
Symbolbild
Rittler

Eine saftige Wassergebührenerhöhung von 34 Cent pro Kubikmeter steht den Bürgern mit Jahreswechsel ins Haus. Für einen durchschnittlichen Haushalt sind das etwa 40 Euro im Jahr. „Wir sind ja verpflichtet, in diesem Bereich kostendeckend zu arbeiten, und müssen auch Ausbauten und Reparaturen über die Gebühren finanzieren, daher ist die Anhebung des Tarifs leider unumgänglich“, sagt Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer.

Oed-Öhling bezieht sein Wasser ja zur Gänze von den Am stettner Stadtwerken zu einem Preis von 1,33 Euro. Die Kosten für die Erhaltung und Erweiterung des eigenen Wassernetzes muss die Gemeinde noch draufschlagen. So kommt ein relativ hoher Wasserpreis von 2,43 Euro (inklusive Steuer) pro Kubikmeter zustande.

„Wir sind ja verpflichtet, in diesem Bereich kostendeckend zu arbeiten, und müssen auch Ausbauten und Reparaturen über die Gebühren finanzieren, daher ist die Anhebung des Tarifs leider unumgänglich“,

Hinterholzer will nun mit den Stadtwerken Gespräche über mögliche Mengenrabatte aufnehmen. „Immerhin beziehen wir ja doch eine große Menge.“ Die Bürgermeisterin will aber auch Möglichkeiten prüfen, um auf anderen Wegen an günstigeres Wasser zu kommen. Denkbar wäre zum Beispiel über die Gemeinde Aschbach ein Anschluss an den Wasserverbund Ybbstal herzustellen.

Und auch eine Verbindungsleitung von Wallsee nach Oed ist für die Ortschefin eine mögliche Variante. Dort werde gerade ein Trinkwasserplan erstellt und über eine Notversorgung aus Amstetten diskutiert. „Das wäre vielleicht eine Chance, unsere Leitungsnetze zu verbinden. Natürlich hängt alles davon ab, welche Investitionen wir für so einen Zusammenschluss tätigen müssten, und ob wir das Wasser dann unter dem Strich wirklich günstiger bekommen würden“, betont Hinterholzer.

Die Gemeinde will aber auch Maßnahmen im eigenen Bereich setzen, um künftig den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren. Daher wird zum Beispiel eine Förderung für die Errichtung von Brauchwasserzisternen überlegt.