Ölartiges Wasser im Hausbrunnen

Erstellt am 20. Mai 2014 | 07:00
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Wasserglas Trinkwasser Wasser Wasserhahn Wasserleitung
Foto: NOEN, bilderbox.com
Amstetten / Gebäude steht auf Bombentrichter aus Zweitem Weltkrieg. Altlast könnte Ursache sein.
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Umweltalarm im Osten der Stadt: Im Brunnen eines privaten Anwesens findet sich seit der Vorwoche nur noch öliges, stinkendes Wasser. Zum Glück handelt es sich nur um eine Brauchwasseranlage. Ihr Trinkwasser bezieht die Familie aus der öffentlichen Leitung.

Unklarheiten: „Richtiges Öl ist es nicht“

Die Bezirkshauptmannschaft ist informiert und hat bereits Untersuchungen eingeleitet: „Noch können wir nicht genau sagen, was da wirklich ins Wasser gelangt ist. Richtiges Öl ist es nicht, aber es ist dunkel und riecht schlecht“, sagt Bezirkshauptmannstellvertreter Günter Stöger.

Nicht auszuschließen ist, dass es sich um eine Altlast handelt, die nun plötzlich das Brunnenwasser verseucht. Fotoaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg beweisen, dass gerade das Gebiet im Osten der Stadt massiv bombardiert wurde.

Die Experten sind derzeit am Werk

„Und anscheinend gab es gerade dort, wo jetzt das Haus steht, einen großen Bombentrichter“, berichtet Stöger. Womit dieser nach dem Krieg gefüllt worden ist, darüber lässt sich heute nur noch spekulieren. Allerdings wurde damals auf die Umweltverträglichkeit der verwendeten Stoffe sicher kein besonderes Augenmerk gelegt.

Proben wurden schon genommen. Die Experten sind derzeit am Werk. Das Wasser aus dem Brunnen muss jedenfalls abgepumpt und entsprechend entsorgt werden. Im weiteren Umkreis des Hauses werden auch Sonden gesetzt, um festzustellen, ob es auch anderswo verschmutztes Wasser gibt.

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