Omikron-Variante auch im Bezirk Amstetten im Vormarsch

Erstellt am 30. Dezember 2021 | 14:10
Lesezeit: 2 Min
Coronavirus Symbolbild
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Foto: Kichigin, Shutterstock.com
Bei neun Corona-Infektionen im Bezirk Amstetten wurde inzwischen die Omikron-Variante nachgewiesen. Damit ist die südafrikanische Mutation auch in der Region auf dem Vormarsch. Insgesamt steigt die Anzahl der Infektionen, nach der Talfahrt vor Weihnachten wieder. "Wir orten eine, wenn auch noch leichte, Trendumkehr. Statt mehr Menschen die gesund werden, haben wir nun täglich wieder mehr Personen, die sich infizieren", sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer. Am 29. Dezember standen 53 neue Infektionen 35 Genesungen gegenüber.
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Einen kräftigen Anstieg der Zahlen erwartet Gerersdorfer für den 11. Jänner, da ja nach Ferienschluss am 10. Jänner alle Schüler getestet würden. "Und es ist anzunehmen, dass es da viele positive Fälle geben wird."

Mit Stand 30. Dezember vermeldet die Behörde im Bezirk 454 Infektionen und 676 Personen in Absonderung. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 235,9 rangiert der Bezirk Amstetten an dritter Stelle in NÖ hinter der Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs (242,5) und dem Bezirk Scheibbs (240,6). Alle drei Bezirke sind mit diesen Zahlen auch österreichweit im Spitzenfeld.

Auch in der Bezirkshauptmannschaft bereitet man sich auf eine neue - von der Omikron-Variante getragene - Corona-Welle vor. "Unserer Vorsichtsmaßnahmen sind ohnehin streng. Wo es geht, sitzt nur eine Person in einem Büro, auf den Gängen herrscht Maskenpflicht und viele Mitarbeiter machen Homeoffice. Das werden wir künftig auch wieder forcieren." Wo sich engerer Kontakt von Bediensteten nicht vermeiden lässt, setzt man bei der BH auf Teambuilding, um im Falle einer Infektion die Ansteckungsgefahr zu minimieren und zumindest noch eine weitere einsatzbereite Gruppe zu haben. "Wenn man sich die Zahlen in anderen europäischen Ländern ansieht, dann müssen wir uns darauf vorbereiten, dass 30 bis 40 Prozent der Belegschaft auf einmal ausfallen könnte. Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dann wird das sicher auch für Gemeinden, Kliniken und zum Beispiel Energieversorger eine große Herausforderung", sagt Gerersdorfer. 

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