Amstetten

Erstellt am 05. Februar 2019, 05:42

von Hermann Knapp

Aktion Gratis-Stunde wurde verlängert. Auf Mantzosparkplatz und in der Alten Zeile bleibt eine Stunde freie Durchfahrt. Stadt will aber Erfolg der Aktion evaluieren.

Auch am Parkplatz in der Alten Zeile gelten bis Juni 2020 noch 60 Minuten freie Durchfahrt. Die erste Stunde parken ist somit gratis.  |  Kovacs

Seit März 2017 gilt 60 Minuten freie Durchfahrt am beschrankten Mantzosparkplatz und jenem in der alten Zeile. Konkret heißt das: Die erste Stunde parken ist gratis.

Im Juni 2018 hat der Gemeinderat die Befristung verlängert, weil noch keine ausreichenden Daten vorlagen, ob die kostenlose Stunde von den Autofahrern auch angenommen wurde. Im März 2019 würde die Befristung erneut auslaufen, daher hat der Gemeinderat sie nun bis 2020 verlängert. Zahlen, ob die Regelung etwas bringt oder nicht, liegen aber offenbar nach wie vor nicht auf dem Tisch.

„Es gab aber Befragungen von Autofahrern und auch Gewerbetreibenden. Beide Gruppen sahen die 60 Minuten-Regelung positiv““, erklärte der ehemalige Stadtwerke-Mitarbeiter SP-Stadtrat Gerhard Riegler auf Anfrage der ÖVP etwas vage. Ursprünglich war die Gratisstunde Parken ja als Unterstützungsmaßnahme für die Innenstadtgeschäfte gedacht.

VP-Vizebürgermeister Dieter Funke plädierte einmal mehr dafür, dass man die Aktion auch auf den Parkplatz Graben ausweiten solle. „Dieser Wunsch ist von Bürgern des Öfteren an die ÖVP herangetragen worden“, bekräftigt auch Gemeinderat Markus Brandstetter.

Für Bürgermeisterin Ursula Puchebner gibt es aber gute Gründe, warum der beschrankte Parkplatz Graben nicht für den Pilotversuch herangezogen wurde. „Er liegt in unmittelbarer Nähe zum CCA, wo man ohnehin zwei Stunden gratis parken kann. Außerdem ist die Kapazität des Parkplatzes an Wochentagen ohnehin an der Grenze.“

Der Parkplatz Alte Zeile sei ausgewählt worden um die Achse zum Hauptplatz/Rathausstraße zu stärken. „Und der Mantzos parkplatz liege der Wienerstraße am nächsten. Er sei also für Kunden die beste Option, um auf kürzestem Weg die Geschäfte dort zu erreichen. Außerdem ist seine Auslastung gering“, erklärt die Stadtchefin.

Puchebner kündigt an, dass man den Erfolg der Aktion nun evaluieren werde. „Ich gehe davon aus, dass bis zum September Zahlen vorliegen, auf deren Basis wir weitere Gespräche führen werden können.“

Parallel dazu müsse aber auch überlegt werden, ob und wie zusätzliche Stellflächen in Zentrumsnähe geschaffen werden können.

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