Amstettner Bahnhof: Parkleitsystem ist erwünscht. VP zieht erste Schlüsse aus den Antworten. Grüne fordern Schranken bei Parkdecks.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. November 2018 (05:04)
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VP-Mobilitätssprecher Markus Brandstetter ist mit dem Echo auf seine Online-Umfrage sehr zufrieden. Über 250 Pendler haben sich schon daran beteiligt.

Positiv überrascht ist VP-Mobilitätssprecher Markus Brandstetter vom Echo auf seine Online-Umfrage zum Thema Parkhäuser in Amstetten: „Bereits in der ersten Woche haben über 250 Pendler daran teilgenommen.“

Aus den Antworten, berichtet der Gemeinderat, ließen sich auch schon erste Tendenzen ablesen. „So würden etwa 66 Prozent der Befragten die Einführung eines elektronischen Parkleitsystems in Amstetten begrüßen.“ Auch Brandstetter fordert dies ja schon seit längerer Zeit. Aktuell ist er dabei, in der Gemeinde eine Infoveranstaltung mit der Firma MSR-Traffic, einem Anbieter für Parkleitsysteme, zu organisieren.

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Die Bezirksgrünen fordern von den ÖBB Schranken für die Parkdecks beim Bahnhof in Amstetten, damit diese nur von Pendlern kostenlos genutzt werden können (von links): Sarah Huber, Angelika Zemanek-Hackl, Dominic Hörlezeder, Gottfried Lettner und Eva-Maria Pferzinger.

Erste Aufschlüsse geben die Antworten der Pendler auch über die Nutzung des Parkdecks. 50 Prozent der Teilnehmer sind Tagespendler, etwa 17 Prozent Wochenpendler. 67 Prozent aller Befragten stellen ihr Auto im Parkhaus ab, um danach mit dem Zug zum Arbeitsplatz zu fahren. „Für mich steht bereits fest, dass wir Mobilität in Amstetten viel breiter diskutieren müssen. Ein wichtiger Schritt wäre die Organisation eines Mobilitätstages in Amstetten gemeinsam mit den Umlandgemeinden, Unternehmen und NGOs.“

Die Grünen fordern indessen einmal mehr eine Schrankenanlage für die Parkhäuser beim Bahnhof, um sicherzustellen, dass diese kostenlos nur von Pendlern benutzt werden können.

Nur Pendler sollen kostenlos parken

„Seit zwei Jahren drängen wir darauf, es wird Zeit, dass die ÖBB da endlich Taten setzt“, fordert der Grün-Bezirkssprecher Dominic Hörlezeder. Die Bahn habe zwar grundsätzlich Zustimmung signalisiert, halte die Stadt aber mit Verweis auf laufende Pilotprojekte ständig hin.

„Daher haben wir nach wie vor eine Parkmisere beim Bahnhof. Das ist den Amstettnern und Pendlern aus den Umlandgemeinden nicht mehr zumutbar. Daher fordern wir Bezirksgrünen endlich eine Zugangsbeschränkung, wie es sie in Krems schon gibt. Pendler können dort mit Monats- oder Jahreskarten, aber auch mit Einzeltickets kostenslos ihre Autos abstellen. Alle anderen müssen zahlen“, betont Hörlezeder.

Die ÖBB hat inzwischen in Aussicht gestellt, dass ein Testversuch ab 2019 auch bei den Parkhäusern in Amstetten zur Anwendung kommen könnte.

Für SPÖ-Verkehrssprecher Bernhard Wagner ist es vordringlich, dass die Politik sich Strategien überlegt, wie man den innerstädtischen Verkehr stärken kann. „Wenn die Am-stettner die Möglichkeit haben mit dem City-Bus bequem und pünktlich zum Bahnhof zu kommen, dann werden sie ihn auch nutzen. An dieser Schraube müssen wir drehen.“

Wagner sieht aber auch die Umlandgemeinden gefordert, das öffentliche Verkehrsnetz für ihre Pendler, die zum Amstettner Bahnhof müssen, auszubauen. Von einem dritten Parkhaus, wie es die Grünen auch fordern, hält der SP-Verkehrssprecher hingegen nichts - auch aufgrund der Kosten.