Amstetten: Tempo 30 in Siedlungen wird kommen

Erstellt am 27. April 2022 | 03:08
Lesezeit: 3 Min
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SPÖ-Stadtrat Bernhard Wagner fordert einmal mehr Tempo 30 in den Siedlungsgebieten und läuft damit bei der Stadtregierung offene Türen ein.
Foto: SPÖ
Parteien sind sich bei dem Thema eigentlich einig, nur FPÖ hat Bedenken.
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Schon im Vorjahr haben die Parteien eine Diskussion über die Einführung von Tempo 30 in allen Siedlungsgebieten – mit Ausnahme von Durchzugsstraßen – geführt. Die SPÖ unternimmt nun erneut einen Vorstoß in diese Richtung. „Die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr ist uns ein zentrales Anliegen. Untersuchungen zeigen ganz klar, dass Tempo 30 zu einer Verringerung von Unfällen mit Personenschaden und zur Reduzierung der Unfallschwere führten“, sagt Verkehrssprecher Bernhard Wagner. Er will das Thema im Verkehrsausschuss erneut aufs Tapet bringen.

Bei der ÖVP rennt er damit aber ohnehin offene Türen ein. Bei der Präsentation des neuen Sicherheits-Kataloges für die Stadt in der Vorwoche war für Stadtchef Christian Haberhauer und Ortsvorsteher Manuel Scherscher klar, dass Tempo 30 in den Siedlungsgebieten in naher Zukunft umgesetzt wird. Und auch der ressortzuständige Vizebürgermeister Markus Brandstetter bestätigt, dass man im Verkehrsausschuss darüber beraten werde und Geschwindigkeitsbeschränkungen gemeinsam mit der Bevölkerung umsetzen wolle.

Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder von den Grünen ortet in der Sache parteiübergreifend größtenteils Konsens. „Verkehrssicherheit und entsprechende Entschleunigung halte ich in Wohngebieten und Siedlungen für absolut sinnvoll. Außerdem verursacht eine niedrigere Fahrgeschwindigkeit weniger schädliche Emissionen, was wiederum Mensch und Umwelt zugute kommt.“

Das sehen die Neos ebenso. „30er-Zonen in den Siedlungen hätten weniger Lärm, bessere Luft und höhere Kindersicherheit zur Folge“, sagt Daniel Gieber. Für ihn ist ohnehin unverständlich, dass die Stadtregierung nicht längst einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet hat.

Einzig die FPÖ ist skeptisch. „Vor Schulen, Kindergärten und in Bereichen, wo sich viele Menschen aufhalten, macht die Geschwindigkeitsbeschränkung Sinn, aber einem generellen 30er bei Wohngebieten kann ich nichts abgewinnen“, sagt Parteichef Christian Schrammel und ärgert sich, dass er derartige Forderungen immer über die Medien erfährt. Da die Diskussion darüber immer wieder aufflamme, sei es höchste Zeit, dass alle Fraktionen zusammen einen Plan zur Umsetzung ausarbeiteten und nicht jeder „sein eigenes Süppchen“ koche.

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