Inspektion Oed hat neuen Chef

Johann Prinz ist seit 1. Juli Kommandant und damit für die Sicherheit in fünf Gemeinden zuständig.

Erstellt am 19. Juli 2020 | 05:16
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7888049_ams29hu_oed_polizei_kdt_3sp.jpg
Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer freut sich auf die Zusammenarbeit mit Johann Prinz, der für sie „ein sehr erfahrener Beamter ist und einen menschlichen Umgang mit den Bürgern pflegt.“
Foto: Hudler

Die Polizeiinspektion Oed hat seit 1. Juli einen neuen Kommandanten. Johann Prinz, schon seit 2016 Stellvertreter, kletterte auf der Karriereleiter empor. Als Kontrollinspektor unterstehen ihm systemisiert zehn Beamte, tatsächlich sind es derzeit acht, die in Oed Dienst tun, weil ja der Stellvertreterposten noch unbesetzt ist und eine Kollegin in Karenz.

Die Beamten sind für die Gemeinden Oed-Öhling, Aschbach, Strengberg, Wallsee-Sindelburg und Zeillern zuständig. Ihr Rayon umfasst 132 Quadratkilometer und hat knapp 12.000 Einwohner. Ein guter Kontakt zur Bevölkerung ist Prinz ein wichtiges Anliegen. „Ihre Sicherheit ist natürlich unser höchstes Ziel. Andererseits gibt es halt auch Maßnahmen und Regeln, die eingehalten und durchgesetzt werden müssen“, sagt der Kommandant. Intern ist ihm Teamarbeit wichtig. „Ich will mit meinen Beamten immer auf Augenhöhe sein. Bei wichtigen Entscheidungen werde ich mich mit einigen Kollegen beraten und dann tun, was meiner Meinung nach für die Mannschaft am besten ist“, sagt Prinz.

Über Arbeitsmangel können sich die Polizisten der Inspektion Oed nicht beklagen. Mit etwa 300 Akten pro Kopf haben sie genauso viel zu tun wie die Kollegen in Amstetten oder in St. Valentin. Probleme gibt es oft bei der Oldtimer-Raststation. Die Palette reicht dort von Tankbetrügerein über Diebstähle bis hin zu Urkundenunterdrückung.

Die Polizistenlaufbahn war Prinz übrigens nicht in die Wiege gelegt. Erst 1996, mit 27 Jahren, entschied sich der gebürtige Amstettner für diese Laufbahn. Zuvor hatte er eine Lehre als Platten- und Fliesenleger absolviert und den Beruf auch ausgeübt. Den Umstieg hat er nie bereut, auch wenn der Dienst natürlich seine Schattenseiten hat. „Am schlimmsten ist es, wenn man eine Todesnachricht überbringen muss“, sagt Prinz.

Auch einige spektakuläre Einsätze hat er schon mitgemacht: etwa die Verfolgung eines Fahrzeugdiebs von Oed bis nach Steyr. Der Mann lieferte sich mit den Beamten eine wilde Jagd.