Polizei warnt: Telefon-Betrüger in Amstetten aktiv

Erstellt am 18. Januar 2022 | 16:51
Lesezeit: 3 Min
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Foto: oatawa, Shutterstock.com
Mehrere Bürger wandten sich am Dienstag in der Zeit zwischen 10.30 und 13.30 Uhr an die Polizeiinspektion Amstetten um Betrugsversuche zu melden. Unbekannte Täter wollten mit dem sogenannten "Polizeitrickbetrug" in zumindest acht Fällen Personen zur Herausgabe von Bargeld verleiten.
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Die Unbekannten behaupteten, dass der Sohn oder die Tochter der angerufenen Person in einen Unfall verwickelt gewesen, und deswegen in Haft genommen worden sei. Der Angehörige müsse nun eine Kaution bezahlen, damit sie wieder freigelassen würden. 

Die Betrugsversuche werden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Durch die Bediensteten der Polizeiinspektion Amstetten werden weitere Ermittlungen geführt.

Tipps der Polizei gegen Betrüger

Sofort auflegen
Um sich vor Betrügern am Telefon zu schützen, soll man sich bei dubiosen Anliegen gar nicht erst auf ein Gespräch einlassen, sondern sofort auflegen. Die Anrufer sind gut geschult und darauf trainiert am Telefon eine Vertrauensbasis aufzubauen. Sie wissen genau, wie sie jemanden ködern.

Von der Nummer nicht täuschen lassen
Die Täter senden durch Telefonnummer-Spoofing die Nummer +430133 mit, sodass diese bei den Angerufenen am Display erscheint. Das soll untermauern, dass der Anruf tatsächlich von der Polizei kommt. Die Polizei ruft jedoch nie von der Polizeinotrufnummer 133 an!

Bei der Polizei rückfragen
Im Zweifelsfalle sollte man sich vom Anrufer den Namen und die Dienststelle geben lassen und selbst dort anrufen - dabei aber nicht die vom Anrufer bekannt gegebene Rufnummer verwenden, sondern aus dem Telefonbuch oder Internet die Nummer der Polizeiinspektion selbst heraussuchen oder die Telefonnummer 059133 wählen und sich zu der Dienststelle verbinden lassen.

Weitere Hinweise:

Die Polizei wird niemals am Telefon um Geldbeträge bitten.
Geben Sie niemals vertrauliche Informationen – insbesondere persönliche und finanzielle Verhältnisse an Unbekannte weiter, auch wenn diese behaupten Mitarbeiter offizieller Stellen zu sein.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen, auch wenn diese behaupten Mitarbeiter von Behörden zu sein.

Lassen Sie sich am Telefon nicht verunsichern oder unter Druck setzen.
Melden Sie verdächtige Vorfälle der nächsten Polizeidienststelle unter Telefonnummer 059133.

Informieren und warnen Sie Verwandte und Bekannte, die in das Opferschema der Betrüger fallen – Betrüger fokussieren sich überwiegend auf betagte Personen. Erklären Sie hierbei die Vorgehensweise der Täter.

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