Ebner und Haberhauer: „Kampf hat sich ausgezahlt“

ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner und Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer ziehen Zwischenbilanz.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 12:17
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Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer und ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner verweisen auf die sinkende Arbeitslosenzahl und blicken optimistisch in die Zukunft.
Foto: Usercontent, Führer

„Vor eineinhalb Jahre war die Gemeinderatswahl, für die ÖVP die erfolgreichste, die wir je hatten. Es ist uns gelungen, die Bezirkshauptstadt zu erobern. Ab 14. März gab es dann den Lockdown und alles drehte sich um die Krisenbewältigung. Heute können wir sagen: Endlich geht es wieder aufwärts“, betonte ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner beim Pressegespräch der Volkspartei am vergangenen Mittwoch in der Patisserie Naderer.

Arbeitsmarkt und Aufschwung im Fokus

Er führte aus, dass man in Niederösterreich und auch im Bezirk gut durch die vergangenen Monate gekommen sei. Die wichtigsten Themen seien Arbeit und Aufschwung gewesen. „Wir haben viele Hilfsaktionen gesetzt, Hilfspakete für den Arbeitsmarkt geschnürt. Die Arbeitslosigkeit war im Bezirk vor der Krise schon niedrig, wir wollten die Plätze sichern. Auf der anderen Seite haben wir auf eine umfangreiche Test- und Impfstrategie gesetzt. Deshalb haben wir jetzt den Aufschwung. Der Kampf gegen Corona war schmerzhaft und intensiv. Er hat sich aber ausgezahlt“, sagte Ebner. Wichtig sei aber auch, nicht nachlässig zu werden um das Ziel, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, nicht zu gefährden.

Arbeitsmarkt. In Niederösterreich habe man 2 Milliarden Euro für den Arbeitsmarkt in die Hand genommen. Daher konnte sich die Situation schneller als anderswo erholen. Wie Ebner betont, waren die Gemeinden, der Gemeindebund und der Bund wichtige Partner des Landes. „Im Bezirk Amstetten konnten wir inklusive Waidhofen 33 Millionen Euro aufbringen. Rasch helfen war unsere Strategie“, blickt Ebner zurück. Zugleich betonte er, dass das kommunale Investitionspaket verlängert wird.

Test- und Impfstrategie. In 290 Gemeinden wurde eine Teststraße errichtet. Dank dieser Teststraßen und des umfangreichen Contact Tracings habe man viele Fälle eingrenzen können. Später kam dann das Impfen dazu. Zunächst im niedergelassenen Bereich, danach in den Landesimpfzentren. „Die Zentren waren einzigartig und haben ausgezeichnet funktioniert. Jetzt haben 60 Prozent der Gesamtbevölkerung in Niederösterreich den Erststich. Derzeit kommt es zu vielen Zweitimpfungen“, berichtet Ebner. Bezahlt habe sich gemacht, dass man ab Anfang Mai die Impftermine für alle geöffnet hat.

Perspektiven. Dank der Erfolge konnte man laut dem ÖVP-Landesgeschäftsführer Öffnungsschritte setzen. Auch der Arbeitsmarkt stehe im Bezirk mit 3,9 Prozent Arbeitslosenrate gut da. „Viele Unternehmen suchen Mitarbeiter. Es fehlen Fachkräfte, aber auch Assistenten oder Hilfskräfte. „Wir hatten zwischendurch eine hohe Arbeitslosigkeit, aber jetzt brauchen wir wieder jeden Arbeitsplatz für den Aufschwung“, ist Ebner sicher. Der Bezirk sei für ganz Niederösterreich ein wichtiger Wirtschaftsmotor, der nicht ins Stottern geraten dürfe.

Gesundheit, Soziales, Sport und Kultur

Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer sieht auch in der Stadt den Aufschwung angekommen. Eine große Herausforderung sei gewesen, eineinhalb Monate nach der Wahl aufgrund Corona die Rolle des Krisenmanagers übernehmen zu müssen. „Wir haben in Amstetten parallel zum Land Hilfspakete geschnürt. Der Fokus lag auf Gesundheit, Soziales, Vereine, Sport und Kultur“, erinnert sich Haberhauer zurück.

Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Monatlich standen Treffen mit den Sozialpartnern auf dem Programm, in Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice schnürte man ein Paket zur Arbeitsplatzsicherung. Es sei auch gelungen, trotz Krise neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Außerdem haben wir die Jahrhundertchance ergriffen und die Wirtschaftsraum Amstetten GmbH gegründet. Hier sind wir stark im interkommunalen Austausch und schaffen einen der stärksten Wirtschaftsräume in Niederösterreich“, so Haberhauer. Man versuche, Arbeitsplätze aus Wels, Salzburg, Linz und Wien „anzuzapfen“. Dabei spiele die Digitalisierung eine große Rolle. Generell sieht Amstettens Bürgermeister bei vielen Betrieben Optimismus. Die Auftragsbücher seien oftmals auch für die kommenden Jahre bereits gut gefüllt.

Stadtentwicklung und Infrastruktur. Das Stadtmarketing wurde neu aufgestellt und die Marke Amstetten habe man vorangetrieben, etwa durch den Relaunch des Bauernmarktes oder durch die Stadtluft-Produkte. Weiters stattete man die Schulen mit Glasfaser aus Von hier soll auch die Versorgung in die ländlichen Gebiete Amstettens vorangetrieben werden.

Testen und Impfen. Bürgermeister Christian Haberhauer berichtete zudem darüber, dass man im Zentrum in der Eishalle bis zu 1.700 Testungen pro Tag durchführen konnte. „Das war eine große Herausforderung. Viele sehen das als Selbstverständlichkeit, aber das muss auch einmal gut koordiniert werden. Hier waren wir sicher beispielgebend für das Land Niederösterreich“, so Haberhauer.