Amstettner Ortseinfahrten: Warntafeln beschlossen. VP drängte darauf, auf Radarboxen in der Stadt aufmerksam zu machen. An drei Ortseinfahrten geschieht das nun.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 12. September 2017 (05:00)
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Vizebürgermeister Dieter Funke freut sich über den Beschluss, dass an den drei wichtigsten Ortseinfahrten Radar-Warntafeln aufgestellt werden.
ÖVP

Die Parteien haben sich im Verwaltungs- und Rechtsausschuss darauf geeinigt, dass an den drei zentralen Stadteinfahrten (Linzer Straße, Waidhofner Straße und von Osten kommend auf der B1) bei den Ortsschildern Tafeln mit der Aufschrift „Achtung Radar“ montiert werden.

„Wir wollen ja keinen Schilderwald“

Vor allem der ÖVP war das ein Anliegen und sie hatte einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingebracht. „Ich habe erhoben, wie viele relevante Einfahrten wir haben. Da hätten wir eigentlich 16 bis 18 Tafeln gebraucht, aber die drei sind immerhin ein Anfang“, sagt Vizebürgermeister Dieter Funke.

Der ÖVP sei es wichtig, dass Kunden von auswärts, die in die Stadt kommen, nicht das Gefühl hätten, bewusst zur Kasse gebeten zu werden. „Und wenn die Warntafeln dafür sorgen, dass insgesamt langsamer gefahren wird, erhöht das ja auch die Verkehrssicherheit in der Stadt.“

SP-Vizebürgermeister Michael Wiesner sieht das nicht so. „Eigentlich weiß jeder Autolenker, dass im Ortsgebiet nur Tempo 50 erlaubt ist. Die drei Tafeln sind ein Kompromiss für ein Jahr, dann werden wir erneut darüber diskutieren. 18 Tafeln wären auf jeden Fall zuviel gewesen. Wir wollen ja keinen Schilderwald.“

Neos-Kuhn: „Rein populistische Aktion“

Gar nichts hält Wiesner vom Vorschlag der Bürgerliste, Radarwarntafeln 200 Meter vor den Boxen aufzustellen. „Da brauchen wir dann gar kein Radar mehr. Wer zu schnell fährt, muss eben auch die Verantwortung dafür übernehmen.“

Die Grünen haben den drei Tafeln zugestimmt, „um unseren guten Willen zu zeigen. Dass dadurch wirklich die Verkehrssicherheit in der Stadt erhöht wird, bezweifle ich aber“, sagt Gemeinderätin Sarah Huber.

Gar nichts von den Warntafeln hält Neos-Gemeinderat Roman Kuhn: „Jeder weiß, wie schnell er fahren darf. Wir hängen ja auch keine Tafeln auf, auf denen steht, dass man nicht stehlen oder keine Steuern hinterziehen darf. Das ist für mich eine rein populistische Aktion.“