Kindergarten-Neubau in Wallsee-Sindelburg zu teuer

Geplantes Projekt verschoben. Nun soll Zubau bei der Schule Bedarf an Kindergartenplätzen decken.

Erstellt am 03. November 2021 | 05:20
Johann Bachinger Bürgermeister Wallsee
Ortschef Johann Bachinger
Foto: ÖVP/Hermann Fuchsluger

Der geplante Kindergarten-Neubau neben der Kirche wird gestrichen beziehungsweise verschoben. Ursprünglich wollte die Gemeinde ja einen zweigruppigen Kindergarten errichten. Damals betrugen die geschätzten Kosten 1,2 Millionen Euro. Eine Bedarfserhebung zeigte nun jedoch, dass derzeit der Bedarf nur für eine Gruppe gegeben ist. Das bedeutet, dass man vom Land Niederösterreich eben nur ein Darlehen für eine Gruppe erhalten würde. Weiteres Problem ist die Kostenexplosion in der Baubranche. Rechnete man ursprünglich mit 1,2 Millionen für zwei Gruppen, würde der nun notwendige eingruppige Neubau 1,9 Millionen Euro verschlingen.

„Kosten sind nicht vertretbar“

„Diese Kosten von beinahe zwei Millionen Euro für eine Kindergartengruppe sind aus meiner Sicht für die Bevölkerung nicht mehr vertretbar. Es ist zu einer massiven Preissteigerung gekommen. Wir würden für den eingruppigen Kindergarten auch eine Zufahrtsstraße, einen Bewegungsraum und eine Garderobe brauchen, die neu errichtet werden müssten. Vielleicht ist ein Neubau in einigen Jahren, wenn der Bedarf für zwei Gruppen gegeben ist, sinnvoll. Derzeit ist das Projekt aber nicht umsetzbar“, erklärt Bürgermeister Johann Bachinger.

Zugleich verweist er auf die guten Gespräche mit der Pfarre, die ein Projekt in Zukunft ermöglichen sollten. Wie genau der nun geplante Zubau bei der Volksschule aussehen soll, wird noch geklärt. Erste Pläne gibt es bereits, es stehen in dieser Woche allerdings noch Gespräche mit Volksschul- und Kindergartenleitung auf dem Programm. „Wir werden mit allen Beteiligten Gespräche führen und versuchen, eine optimale Lösung zu finden“, ist Bachinger überzeugt. Der Zubau wird übrigens etwa 210 Quadratmeter groß sein. Man rechnet mit Kosten von 1 Million Euro. „Das ist die Hälfte dessen, was für einen Neubau zuletzt an Kosten prognostiziert wurde“, sagt Bachinger.