Idee: Bauhof mit Festsaal. Ortstvorsteher Egon Brandl könnte sich neuen gemeinsamen Bauhof mit Mauer auf der Landeswiese vorstellen. Maschinenhalle sollte auch für Veranstaltungen nutzbar sein.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. März 2018 (04:40)
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Ortsvorsteher Egon Brandl im Bauhof in Hausmening. Die Anlage ist über 30 Jahre alt und hat hohen Sanierungsbedarf.
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Der Bauhof in Hausmening ist in die Jahre gekommen und hat Sanierungsbedarf. „Wir haben dort ja noch nicht einmal getrennte WCs für Männer und Frauen“, berichtet Ortsvorsteher Egon Brandl (SP).

Für die nächsten beiden Jahre sind im Budget insgesamt rund 950.000 Euro vorgesehen, um die Anlage zu ertüchtigen. Brandl bringt nun aber eine neue Idee ins Spiel. „Die Stadt beabsichtigt ja, auf der Landeswiese ein größeres Grundstück zu erwerben. Da könnte man überlegen, dort gleich einen neuen gemeinsamen Bauhof für die Ortsteile Hausmening-Ulmerfeld-Neufurth und Mauer-Greinsfurth zu errichten.“

In Hausmening sei man ohnehin platzmäßig beengt und bevor man eine Million Euro in die Renovierung des alten Hauses stecke, sei es sinnvoll, andere Varianten zumindest zu prüfen. „Bei der Finanzierung des Projekts muss man natürlich auch einrechnen, dass wir die Grundstücke der bisherigen Bauhöfe verkaufen könnten. Außerdem würden die Betriebskosten für einen neuen gemeinsamen Bauhof sicher geringer sein als für zwei.“

Die Beschäftigten sollen natürlich zur Gänze übernommen werden. Brandl geht eher davon aus, dass man künftig noch mehr Leute benötigen wird. Der Ortsvorsteher denkt aber auch noch weiter.

„Es gibt Gemeinden, welche die Maschinenhalle des Bauhofs zugleich auch als Veranstaltungssaal nutzen. Das könnten wir auch für die Ortsteile Hausmening und Mauer in Betracht ziehen. Natürlich würden die Kosten für so eine Halle, allein aufgrund der nötigen Ausgestaltung und Heizung, höher sein. Andererseits könnten wir dann aber ja auch das Grundstück, auf dem der Stadtsaal steht, anderweitig verwerten“, sagt der Ortsvorsteher. Brandl hat die Bauabteilung gebeten sich Gedanken über ein derartiges Szenario zu machen und auch eine Kostenschätzung durchzuführen.

Für Vereine neues Zuhause finden

Für die Vereine, die derzeit ihr Zuhause im Stadtsaal haben, müsste natürlich eine Alternative gefunden werden. Da kommt für Brandl das Schloss Ulmerfeld ins Spiel. „Wir müssen mit dem Jugendherbergsverband Tabula rasa machen. Er soll klar auf den Tisch legen, wie lange er die Räume im Schloss noch nutzen will. Denn wenn sie frei werden, dann könnte ja der Musikverein dorthin übersiedeln.“

Auch für die Stockschützen, die derzeit einen Raum im Stadtsaal nutzen, hat Brandl eine Lösung parat. Richtung Freizeitzentrum gäbe es noch ein Grundstück mit einer entsprechenden Widmung, wo sie ein neues Zuhause finden könnten. Der Ortsvorsteher kann sich zudem vorstellen, dort zwei öffentlich zugängliche Beachvolleyballplätze zu schaffen. „Das ist ein Wunsch, der schon öfter an mich herangetragen wurde, denn jene im Bad sind ja nur für die Gäste nutzbar.“

Brandl verwehrt sich ganz entschieden gegen die Aussage von VP-Vizebürgermeister Dieter Funke, dass in den letzten Jahren für die Instandhaltung des Stadtsaals einige hundert tausende Euro an Steuergeld vergeudet worden seien. „Wir haben inklusive Betriebskosten maximal 100.000 Euro investiert.“ Brandl kann sich auch nicht an Konzepte erinnern, die die Volkspartei angeblich in Sachen Stadtsaal vorgelegt habe. „Die einzige Idee, die kam, war, eine gemeinsame Lösung für den Stadtsaal und die Ortsvorstehung zu finden. Aber konkret war da nichts.“