Polit-Debatte um neue Wasserleitung

Gemeinde hängt Ortsteil Igelschwang ans öffentliche Netz. SPÖ enthielt sich bei Abstimmung.

Erstellt am 08. Mai 2018 | 04:17
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Bürgermeister Johann Bachinger zeigt auf der Gemeindekarte den Ortsteil Igelschwang. Weil dort Baugründe zur Verfügung stehen wird eine Wasserleitung verlegt.
Foto: Knapp

Die Gemeinde wird eine Wasserleitung in den Ortsteil Igelschwang legen. Das haben ÖVP und FPÖ in der Sitzung in der Vorwoche beschlossen. „Wir haben dort die Möglichkeit, neues Bauland zu erschließen und das brauchen wir auch dringend. Voraussetzung ist aber natürlich eine gesicherte Wasserversorgung“, sagt Bürgermeister Johann Bachinger.

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Wallsee ist sehr darum bemüht, neue Bürger zu gewinnen, denn erst kürzlich gingen der Gemeinde durch eine Änderung des abgestuften Bevölkerungsschlüssels jährliche Ertragsanteile, in Höhe von 56.000 Euro, verloren. „Wir haben zwar Bauland, aber natürlich wollen Besitzer, die kein Geld benötigen, es nicht verkaufen, zumal sie ja dann auch noch 18 Prozent Immobilienertragssteuer an das Finanzamt zahlen müssten.“

Gerade deshalb sei das Projekt Igelschwang so wichtig für die Kommune. Die Kosten für die knapp zwei Kilometer lange Wasserleitung werden bei rund 372.000 Euro liegen. Die Wassergebühr wird durch das Projekt von 1,05 auf 1,08 Euro pro Kubikmeter und Haushalt steigen – im Bezirksvergleich ein sehr geringer Preis. Von 26 Haushalten in Igelschwang wollen sich 17 künftig ans öffentliche Netz hängen. Künftige Bauwerber werden dazu auch verpflichtet sein. „Es ist ein gut durchdachtes und vernünftiges Projekt“, sagt Bachinger.

Für SPÖ sind noch viele Fragen offen

Die SPÖ hat sich im Gemeinderat bei der Abstimmung über das Wasserleitungsprojekt enthalten. „Wir sind nicht dagegen. Für uns sind aber zu viele Fragen offen, allein schon, was die Kosten anbelangt. Anfangs war von 160.000 Euro die Rede, jetzt sind wir schon bei fast 400.000 Euro“, sagt SP-Gemeinderat Christian Lichtenberger, eigentlich zuständiger Gemeinderat für die Wasseragenden.

Unklar ist für ihn auch, ob die Leitung groß genug ausgelegt ist, damit auch eine wachsende Siedlung problemlos versorgt werden kann. „Wir kennen auch die laufenden Betriebskosten nicht und können daher nicht beurteilen, was das Projekt den Wallseern letztlich kosten wird“, wendet Lichtenberger ein.