Bald neue Bushaltestelle in Weistrach. Busse werden künftig auch im Bereich Mitterhaus stehen bleiben. Gemeinde plant zudem die Errichtung eines neuen Spielplatzes und stellt wichtige Weichen für Nahversorgung.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 27. Dezember 2019 (05:20)
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Hubert Putz und Sabine Reiter haben die Weistracher Finanzen gut im Griff.
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Die Umstellung der Buchhaltung vom kameralistischen auf das doppische System stellt die Gemeinden vor nicht geringe Probleme. In Weistrach hat man das allerdings schon gut im Griff.

„Das Land hat lobend erwähnt, dass es wenige Gemeinden gibt, die sich so gut vorbereitet haben. Wir haben das Glück, dass wir mit Hubert Putz einen Profi in der Kameralistik haben und auf der anderen Seite mit Sabine Reiter eine Fachfrau für die Doppik. Beide zusammen ergänzen sich hervorragend“, lobt Bürgermeister Erwin Pittersberger.

Ein wichtiges Vorhaben der Gemeinde im kommenden Jahr ist der Ankauf eines Grundstücks für einen Spielplatz im Bereich Sonnenfeld und Pfarrsiedlung. „Es liegt direkt im Anschluss an den Spielplatz des Kindergartens. Wir erwerben 1.500 Quadratmeter und wollen nächstes Jahr die Planung machen und wenn es zügig geht, auch schon mit der Umsetzung beginnen“, sagt der Ortschef.

Neue Bushaltestelle im Bereich Mitterhaus

Ein zweites, für Pittersberger sehr wichtiges Projekt, ist die Schaffung einer zusätzlichen Bushaltestelle bei Mitterhaus. „Das ist speziell für die Schüler aus den Bereichen Pfarrsiedlung, Sonnenfeld und Mitterhaus von Bedeutung, die in die Mittelschule gehen, oder Gymnasien in Seitenstetten, Steyr oder Amstetten besuchen. Ihnen ersparen wir künftig einen langen und auch nicht ungefährlichen Fußweg entlang der LH85“, sagt der Ortschef. Mit dem Verkehrsverbund Ost-Region ist die Errichtung der neuen Haltestelle abgesprochen. Je nach Witterung soll sie bis März fertig sein.

Ein weiteres Projekt im Jahr 2020 ist die Errichtung eines Radwegs im Bereich der Tennisplätze. „Wir wollen ihn mit dem Güterwege- und Gemeindestraßennetz verbinden, auf dem man ja gut Radfahren kann“, erklärt Pittersberger. Rund 400 Meter lang wird der Radweg werden und 65.000 Euro kosten.

Geplant sind auch im kommenden Jahr wieder Siedlungserweiterungen im Bereich Sonnenfeld/Pfarrsiedlung und in der Holzschachensiedlung. „Uns ist wichtig, dass für junge Weistracher genug Baugründe vorhanden sind. Im rasanten Tempo der letzten Jahre werden wir die Baulanderschließung aber nicht mehr vorantreiben.

Ein wichtiges Thema ist in Weistrach auch die Nahversorgung. Die Gemeinde ist da im Gespräch mit der Familie Pürmayr und der Firma Spar.

Neuer Sparmarkt an der LH85 im Gespräch

Geplant ist in zweieinhalb Jahren auf einem Grundstück an der LH 85 nach den WET-Bauten einen neuen Sparmarkt zu errichten, weil für jenen im Ort zu wenig Parkplätze vorhanden sind. Früher kann das Projekt nicht verwirklicht werden, weil die Gemeinde beim Grundankauf mit der Verkäuferin ein dreijähriges Bauverbot vereinbart hat.

Pittersberger hebt die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat in den letzten fünf Jahren hervor. „Es war tatsächlich jeder Beschluss einstimmig. Ich hoffe, dass das auch in den nächsten Jahren so sein wird.“

Durch Grundkäufe und Aufschließung von Grundstücken wird bis nächstes Jahr der Schuldenstand der Gemeinde steigen. Aber das macht Pittersberger keine großen Sorgen. „Denn wir werden in den nächsten Jahren auch sehr viele Aufschließungskosten von den Häuslbauern refundiert bekommen.“