Verwirrspiel um Bauhof in Amstetten/Hausmening. Land stellt jetzt doch wieder Grund auf Landeswiese in Aussicht. Stadt will sich nicht irritieren lassen und sucht Planer.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 01. September 2019 (04:26)
SPÖ
Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Ortsvorsteher Egon Brandl und Finanzstadtrat Michael Wiesner wollen die Großprojekte im Ortsteil Hausmening zügig vorantreiben.

Das Land fährt in Sachen Grundverkauf auf der Landeswiese einen Zickzack-Kurs. Mitte August erhielt die Stadt ein Schreiben, dass die Flächen, für die sie ein Kaufangebot gelegt hatte, nicht zu haben seien, weil man sie als Reserve für das Landesklinikum Mauer benötige.

In der Vorwoche kam dann ein Schreiben, in dem es nun heißt, dass das Areal der Stadt eventuell doch übereignet werden könne, weil die Errichtung eines Bauhofes für die Ortsteile Hausmening und Mauer in öffentlichem Interesse liege. Der Verkauf könne aufgrund eines vorliegenden Verkehrswertgutachtens ohne Ausschreibung erfolgen. Allerdings müsse die Landesregierung erst noch zustimmen – was bedeutet: Fix ist gar nichts.

Baubeirat für Bauhof und Stadtsaal geplant

Die Stadtführung will sich aber nicht länger hinhalten lassen. „Wir werden noch im Herbst einen Planer mit der Ausarbeitung eines Projekts für den Bauhof unabhängig vom Standort beauftragen, damit wir Anfang 2020 auf jeden Fall ausschreiben und im Frühjahr zu bauen beginnen können“, sagt Finanzstadtrat Michael Wiesner (SP). Geplant ist außerdem die Einrichtung eines Baubeirats für Bauhof und Stadtsaal – ein entsprechender Antrag soll Ende September auf der Tagesordnung des Gemeinderats stehen. „Dieses Gremium hat sich auch schon bei anderen Projekten, wie etwa der Sanierung der PölzHalle, bewährt“, erklärt Stadtchefin Ursula Puchebner (SP).

In Sachen Stadtsaal ist nun doch wieder eine Sanierung im Fokus. „Ein Flächenvergleich des bestehenden Gebäudes mit einem Neubau hat ergeben, dass sie vermutlich die finanziell günstigere Lösung wäre“, sagt Ortsvorsteher Egon Brandl.