Gefälschten Pass am Amstettner Bahnhof gekauft. Asylwerberin reiste mit gefälschtem Pass. Richterin stellte Verfahren auf Probezeit ein.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 04. Juni 2018 (10:40)
Sutterstock.com, Abihatsira Issac
Symbolbild

„Den Reisepass habe ich am Bahnhof in Amstetten gekauft. Wenn ich gewusst hätte, dass er gefälscht ist, hätte ich dafür nicht 50 Euro bezahlt“, sagt eine Asylwerberin vor einer Strafrichterin. Wegen Fälschung besonders geschützter Urkunden sitzt die 51-Jährige aus dem Jemen auf der Anklagebank.

Kontrolle brachte den Pass zum Vorschein

Bei einer Kontrolle im Jahr 2016 in einem Zug wies sich die Angeklagte mit einem gefälschten belgischen Pass aus und flog auf. „Ich wollte zu meiner Schwester nach Deutschland weiterreisen und habe gedacht, das könnte ich mit diesem Pass machen“, erzählt sie und bekennt sich schuldig.

Weil die 51-Jährige bislang unbescholten durchs Leben schritt, will die Richterin über sie keine Strafe verhängen. „Ich glaube, dass man das Verfahren unter Bestimmung einer Probezeit von zwei Jahren einstellen kann. Die Angeklagte ist nicht vorbestraft und hat aus einer gewissen Not heraus gehandelt“, argumentierte sie. Weiters werden die Kosten für das Strafverfahren erlassen. Damit ist auch die Staatsanwaltschaft einverstanden.