Trio arbeitete sich durch das Strafbuch. Zugebissen, betrogen und Fäuste gezückt – die Liste der Vorwürfe gegen drei Männer ist lang. Richter vertagt den Prozess.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 18. Juni 2018 (09:41)
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In der Disco flogen die Fäuste.

„Sie können nicht einmal ein Paar Schuhe kaufen, ohne strafrechtlich in Erscheinung zu treten, und das bei ihrem getrübten Vorleben“, sagt ein Richter zu einem 27-jährigen Amstettner. In einem Schuhgeschäft vertauschte dieser die Schachteln, um teure Schuhe günstig zu kaufen. Betrug wird dem bereits Vorbestraften nun vorgeworfen.

Alles ist das aber noch nicht. Dem 27-Jährigen und zwei mitangeklagten Amstettnern (28 und 37 Jahre alt) wird auch schwere, teils wechselseitige Körperverletzung zur Last gelegt im Prozess am Landesgericht.

27-Jähriger zeigte sich bißwütig

In einer Disco sollen der 27-Jährige und der 28-Jährige im Sommer 2017 den Drittangeklagten mit Fäusten malträtiert haben. Mit gebrochenem Mittelfinger endete der Konflikt für den 27-Jährigen, mit Hämatomen für den 37-Jährigen.

„Ich bin gelaufen, so schnell ich konnte. Sie haben mich aber eingeholt und geschlagen. Ich bin zu Boden gegangen“, sagt dieser. Dem Richter zeigt er ein Foto mit Verletzungen: „Sie haben fürchterlich ausgesehen“, meint dieser.

Bißwütig zeigte sich der 27-Jährige im Herbst darauf. „Drei Mal hat er mich gebissen und mir einen Schlag versetzt, ich habe einen Zahn verloren“, sagt dieses Opfer im Prozess.

Sachbeschädigung wird dem 28-Jährigen vorgeworfen. Aus Wut soll er eine Bierflasche durch die Scheibe in ein Auto geworfen haben. Viele Zeugen bleiben dem Prozess unentschuldigt fern, der Richter vertagt.