Amstetten: Städtebaulicher Qualitätsplan in Ausarbeitung

Die Entwicklung des Quartier A startet in die nächste Phase. Wo wird gewohnt, wo wird gearbeitet, wo wird gegessen und sich erholt? All das, von Gebäuden, Wegen bis hin zu Grünflächen, soll mit einem Städtebaulichen Qualitätsplan fixiert werden. Dieser baut auf dem Masterplan auf, wird aber wesentlich detaillierter und konkreter sein und wichtige Vorgaben für die Bauherren enthalten.

Erstellt am 14. Dezember 2021 | 10:36
Lesezeit: 2 Min
New Image
Die Flächen im Bereich der Remise sind zur Bebauung bereit. Ein städtebaulicher Qualitätsplan soll festlegen, welche Kriterien es dabei zu beachten gilt.
Foto: WRA

Günther Sterlike, Geschäftsführer der Wirtschaftsraum Amstetten GmbH, lud zur Auftaktveranstaltung der Qualitätsplanerstellung die Parteienvertreter sowie die Mitarbeiter der zuständigen Verwaltungsabteilungen der Stadt ein. Ein Fachexpertenteam aus den Bereichen der Stadtplanung (Architekt Poppe/Prehal), der Freiraumplanung (3:0), der Mobiliätsplanung (con.sens) sowie der meteorologischen Forschung (weatherpark) begleitet das Projektteam bei der gemeinsamen Ausarbeitung von „Qualitätskriterien“ für das Areal.

“Bis zum 2. Quartal 2022 sollen in einer gemeinsamen Erarbeitung, konkrete Handlungsanweisungen für einen städtebaulichen Vertrag und somit Vorgaben für die Verwertung der einzelnen Bauplätze definiert werden. Die Handlungsfelder sind dabei vielfältig, aber jedenfalls voneinander abhängig”, erklärt Sterlike.

„Quartiersentwicklung muss man immer als Ganzes sehen. Beim Blick auf einzelne Bauplätze darf nie das Gesamtziel aus den Augen verloren werden. Denn dass gesamte Areal soll sich später stimmig in das Stadtgemeindegebiet einfügen“, betont ÖVP-Vizebürgermeister Brandstetter.

Für SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler "ist die Überarbeitung und Konkretisierung des städtebaulichen Konzepts ein wichtiger Schritt, um eine qualitätsvolle Entwicklung des Areals sicherzustellen. Dieser Stadtteil wird das Gesicht Amstettens über Jahrzehnte prägen. Daher müssen wir uns  ausreichend Zeit dafür nehmen und gemeinsam mit Experten ein nachhaltiges Konzept  erarbeiten."

Der Mobilität kommt dabei aus Sicht Sterlikes eine zentrale Rolle zu. Denn gerade in diesem Bereich warteten die größten Herausforderungen. "Wie kann es gelingen, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und welche alternativen Mobilitätsangebote braucht es?", seien die Fragen, die da beantwortet werden müssten.

Grün-Gemeinderätin Sarah Huber mahnt, bei der Quartiers-Entwicklung den Klimawandel nicht aus dem Auge zu verlieren. "Gerade im Bereich Umwelt- und Klimaschutz müssen wir mutig voran gehen und auf umweltschonende Bauweise bzw. Nachhaltigkeit setzen. Es ist wichtig zusätzlich zu einer ökologischen und nachhaltigen Bauweise auch einen Freiraum zu gestalten, der die Menschen zum Verweilen einlädt."

Bürgermeister Christian Haberhauer pocht auf einen guten Mix bei der Bebauung des Areals. "Wir brauchen eine zukunftsfähige Mischung zwischen Arbeiten, Wohnen und Erholen. Im Mittelpunkt muss die Lebensqualität stehen.“