Erstellt am 06. Juli 2015, 16:04

von NÖN Redaktion

Raiffeisen-Bankstellen vor Schließung. Montagvormittag verkündeten Direktor Andreas Weber und Obmann Hans Luger im Zuge einer Pressekonferenz Veränderungen in der Bankstellenstruktur der Raiffeisenbank Region Amstetten.

»Die Raiffeisenbank Region Amstetten bedauert die Schließung jeder einzelnen Filiale, bittet jedoch alle Kunden und Kundinnen um ihr Verständnis für die Vorgehensweise, denn nur so kann auch zukünftig eine professionelle und persönliche Betreuung ganz in ihrer Nähe sichergestellt werden«, so die Vertreter Dir. Mag. Andreas Weber (li.) und Obmann Hans Luger (re.) bei der Pressekonferenz.  |  NOEN, Wagner
Die verschärften gesetzlichen Auflagen, der Wettbewerbsdruck durch Online- und Direktbanken, das dauerhafte Niedrigzinsniveau und das massiv veränderte Kundenverhalten stellen die Bankenlandschaft weltweit vor große Herausforderungen - Anpassungen an die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingen im Sinne eines gesunden Unternehmens und der erfolgreichen Regionalentwicklung seien daher unabdingbar und würden auch vor der Raiffeisenbank Region Amstetten nicht Halt machen.

Mit Jahreswechsel drei Filialen weniger

Mit 1. Jänner 2016 werden im Zuge des bereits eineinhalb Jahre andauernden Umstrukturierungs- und Modernisierungsprozesses der Genossenschaft die Bankstellen Oed, Viehdorf und Stephanshart geschlossen. Mit den jeweiligen Ortsvorstehern gab es bereits erste konstruktive Gespräche über die Form der Abwicklung, mögliche Serviceangebote vor Ort und die Sicherstellung der genossenschaftlich verankerten Regionalförderung.

Für die Kunden dieser Bankstellen werden gerade Pakete und Umstiegsszenarien geschnürt, so können sie sich zum Beispiel aussuchen, in welcher Filiale sie künftig betreut werden möchten bzw. müssen sie sich nicht einmal von ihrem Betreuer trennen, da alle Mitarbeiter Teil des Teams bleiben und nur den Standort wechseln.

„Unser Fokus liegt auch weiterhin in der kompetenten Betreuung unserer Kunden und Kundinnen in ihrer Nähe. Das ist in größeren Kompetenzzentren mit in den unterschiedlichsten Bereichen bestens ausgebildetem Personal einfacher und professioneller zu bewerkstelligen“ so Direktor Andreas Weber. „Selbst dort wo wir jetzt Geschäftsstellen schließen ist die Nahversorgung gesichert, da umliegende Standorte maximal fünf Kilometer entfernt sind“, ergänzt Obmann Hans Luger. Die Reduktion von 18 auf 15 Filialen ändert auch nichts am Umstand, dass die Raiffeisenbank Region Amstetten das dichteste Bankstellennetz im Bezirk aufweist.

 
x  |  NOEN, Raiffeisen

Warum gerade diese Bankstellen?

Die Entscheidung über die Schließung dieser Geschäftsstellen begründet man zum Einen in den bereits jetzt eingeschränkten Öffnungszeiten sowie der sinkenden Mitarbeiterzahl vor Ort (damit einhergehenden ist ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Überfälle) und zum Anderen in einer Kundenstromanalyse. Die beruflichen und privaten Wege der Kunden führen sie täglich oder wöchentlich an einer/m der danach 15 Bankstellen/Kompetenzzentren vorbei, wodurch Finanzdienstleistungen bequem damit verknüpft werden können