Reitverein in Amstetten unter Quarantäne

Erstellt am 13. März 2015 | 13:37
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Pferd PFerde
Foto: NOEN, privat
In einem Reitstall in Amstetten sind nach Medienberichten fünf Pferde eingeschläfert worden.
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„In unserem Stall sind Pferde mit dem Equinen Herpesvirus EHV-1 infiziert. Um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern, bitten wir von Besuchen abzusehen“, sagt Obmann Karl Nenning. Da der Reitverein auf Gemeindegebiet steht, kann er kein Betretungsverbot aussprechen. Rund 40 Pferde sind beim Reitverein derzeit eingestellt.
 
Fünf sind so schwer erkrankt, dass sie eingeschläfert werden mussten, fünf weitere stehen zur Behandlung an der Wiener Uni-Pferdeklinik. Sie haben aber offenbar gute Chancen, die Krankheit zu überstehen. Im Reitstall selbst weisen derzeit noch zwei Pferde Symptome (Husten und Schnupfen) aus.

Virus kann sich auf Gehirn und Rückenmark schlagen

Bei den Pferden, die eingeschläfert werden mussten, hat das Virus das Gehirn und das Rückenmark geschädigt.
Für den Reitverein ist der Schaden natürlich enorm. Zwei geplante Turniere wurden bereits abgesagt. Obmann Nenning hofft, dass das Schlimmste nun überstanden ist. Einigermaßen sicher kann man erst sein, wenn 28 Tage lang kein Pferd mehr erkrankt.
 
Wie der Virus eingeschleppt wurde, ist unklar. Natürlich nehmen Pferde aus dem Reitstall auch regelmäßig an anderen Turnieren teil und könnten dort angesteckt worden sein. Es ist auch nicht auszuschließen, dass das Virus noch auf anderen Höfen ausbricht. Impfung gibt es keine.
 
Für Menschen ist der Virus übrigens ungefährlich.
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