Amstettner HLW übersiedelt im April. Um- und Zubau des Bundesschulzentrums startet. Ersatzquartier für Schüler und Lehrer während der Arbeiten ist die ehemalige Landesberufsschule in der Mozartstraße.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 28. März 2017 (04:13)
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Die alte Landesberufsschule für die Metaller in der Mozartstraße kommt noch einmal zu Ehren: In den nächsten Jahren wird sie zuerst die Schüler der HLW und dann die der HAK/HAS beherbergen. Eine Million Euro wurden in das alte Gebäude investiert, um es für diesen Zweck fit zu machen.
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Zurzeit stapeln sich 700 Umzugskartons sowie 100 fahrbare Wannen in der Aula des Bundesschulzentrums Amstetten, steht doch von Montag, 3., bis einschließlich Freitag, 7. April, die Hauptübersiedelung der HLW mit ihren 400 Schülern, 50 Pädagogen sowie zehn Mitarbeitern auf dem Programm.

„Dafür haben wir einen sehr präzisen Plan entwickelt, damit jede Klasse weiß, wann sie an der Reihe ist“, berichtet Direktor Richard Schmid. „Denn quasi vom Reclam-Heft bis zum Klavier wandert alles mit uns von der Stefan-Fadinger-Straße in die Mozartstraße. Es ist ungefähr der Inhalt von rund 20 Einfamilienhäusern, der hier transferiert wird.“

Direktor Richard Schmid, Schulsprecherin Bettina Kunz und Schulwart Erich Sieberer in einer der neuadaptierten Klassenzimmer. Ab 18. April ist die HLW in ihrem Ersatzquartier in der Mozartstraße bis zum Sommer 2018 beheimatet. Foto: Schleifer-Höderl
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Dazu steht der Schule eine Profifirma zu Seite, die vor Kurzem erst den Umzug des Parlaments in Wien durchgeführt hat. Wichtig ist dem Schulleiter, dass die Schüler so wenig wie möglich an Unterrichtszeit verlieren. „Einiges wird auch während der Osterferien zu Tun sein. Aber am 18. April startet dann der Vollbetrieb im Ersatzquartier.“

Mit den Vorbereitungsarbeiten an der ehemaligen Landesberufsschule für die Nutzung durch die HLW wurde bereits im Frühjahr 2016 begonnen, die Intensivphase lief ab Oktober und dauert noch bis Ende März.

Eine Million Euro in Berufsschule gesteckt

Rund eine Million Euro wurde in die Adaptierungen investiert, da das 60-jährige Gebäude schon in die Jahre gekommen war. „Wir sind froh, hier unterzukommen“, so HLW-Direktor Richard Schmid. „Die zunächst angedachten Container als Ausweichquartier wären nicht das Optimum gewesen. Nun kommen wir in einem völlig neusanierten Gebäude unter.“

Neben einer kompletten Neuausstattung für vier EDV-Säle und zusätzlich W-LAN wurden die Wasserleitungen erneuert, elf Brandabschnitte eingebaut, die Sanitäranlagen erneuert sowie neue Böden verlegt und alle Räume im gesamten Gebäudekomplex ausgemalt. In der gastronomischen Abteilung wurden zudem zwei Küchen mit Restaurant und Speisesaal eingerichtet.

„Bis Sommer 2018 werden wir in der Mozartstraße bleiben“, erklärt der Direktor. „Knapp vor den Sommerferien werden wir dann zurück in die Stefan-Fadinger-Straße siedeln. Anschließend wird dann die HAK/HAS das Ersatzquartier beziehen, bis die Umbauten in ihrem Teilbereich beendet sind.“

Mit dem Um- und Zubau des Bundesschulzentrums im Bereich der HLW wird bereits im April begonnen, die aufwendigsten Arbeiten werden jedoch in den Sommermonaten erfolgen. Nach der HLW wird die HAK/HAS saniert.

Mit der gesamten Fertigstellung des neuen Bundesschulzentrums wird 2019 gerechnet. Beide Schulen erhalten Zubauten mit je 1.000 Quadratmetern Nutzfläche, eine gemeinsame Aula sowie eine gemeinsame Bibliothek und einen Eingangsbereich, der in einem gemeinsamen Innenhof übergehen wird. Zudem werden neue Sportanlagen errichtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 18 Millionen Euro und werden vom Bundesministerium für Bildung getragen.