Schloss Edla: Bürger dürfen mitreden

Erstellt am 10. September 2014 | 07:02
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Foto: NOEN, Anton Kovacs
Expertise bescheinigt Gebäude guten baulichen Zustand. Weitere Nutzung soll im Herbst geklärt werden.
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Die Gugerell KG hat nun die von der Stadt in Auftrag gegebene Expertise über das Schloss vorgelegt. Das erfreuliche Ergebnis: „Der bauliche Zustand ist besser als wir erwartet haben. Natürlich wird es notwendig sein, einige Maßnahmen zu setzen, wenn wir das Gebäude in Zukunft intensiver nutzen wollen. Anschauen muss man sich die Gaupen und man muss überlegen, was mit den alten Fenstern gemacht werden soll“, sagt Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Auch Dachgeschoß-Nutzung vorstellbar

Diese zu auszutauschen könnte freilich teuer werden, denn da redet das Denkmalamt ein gewichtiges Wörtchen mit. Das Dach des Hauses ist in Ordnung, ebenso die Heizung.

Die Nationalratsabgeordnete kann sich durchaus vorstellen, dass künftig auch das Dachgeschoß des Schlosses genutzt wird, das bisher brachlag. Das ließe sich ohne gravierenden baulichen Aufwand bewerkstelligen.

Die Expertise beschäftigte sich freilich nicht nur mit dem Zustand des Gebäudes, sondern auch mit dessen künftiger Verwendung.

„Es wird empfohlen, ein möglichst offenes Haus daraus zu machen, das multifunktional genutzt wird. Es soll für die Amstettner ein identitätsstiftendes Objekt werden. Sie sollen es als unser ,Schloss im Edlapark‘ wahrnehmen.“ Auch der weitläufige und schöne Park soll natürlich in die Überlegungen mit einbezogen werden.

„Es muss nicht von Anfang an voll sein“

Im Kulturausschuss wurde beschlossen, die Bürger in den Entscheidungsprozess einzubinden. „In Ulmerfeld hat das ja auch gut funktioniert. Wir werden daher eine Infoveranstaltung machen und interessierte Amstettner und Amstettnerinnen einladen, in Workshops an der Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für das Schloss mitzuarbeiten“, sagt Königsberger-Ludwig. Betreuen wird diesen Prozess voraussichtlich auch die Gugerell KG.

Für Königsberger-Ludwig ist es durchaus denkbar, dass das Stadtarchiv im Schloss angesiedelt wird: „Es ist ein geschichtsträchtiger Ort und würde sich daher sicher dafür eignen. Daneben wäre aber auch noch für vieles andere Platz im Haus. Es muss nicht von Anfang an voll sein. Wir wollen den Dingen auch Zeit geben sich zu entwickeln.“

Im Gemeinderat soll ein Grundsatzbeschluss über die Bürgerbeteiligung gefällt werden. Der Prozess könnte dann noch im Herbst starten.

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