Startschuss für einen Schlossteich in Ulmerfeld

Das Schloss Ulmerfeld erhält einen Schlossteich und Mauersanierung schreitet voran.

Erstellt am 23. Juli 2019 | 04:58
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Ab Montag rollen im Wehrgraben des Schlosses die Bagger an und heben das Loch für den Schlossteich aus.DanielaFührer
Foto: NOEN

Am gestrigen Montag haben die Arbeiten für den Schlossteich im Wehrgraben des Schlosses Ulmerfeld begonnen. „Zirka eine Woche wird jetzt das Loch für den Schlossteich ausgehoben“, berichtet Landschaftsarchitekt Albert Benesch, der seit vier Jahren mit der Schlossumfeldneugestaltung betraut ist.

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Nach den Baggerarbeiten wird der Teich mit Lehm abgedichtet und schließlich mit Wasser gefüllt. Das ganze entsteht an jener Stelle, an der sich vor rund 300 Jahren vermutlich bereits ein Schlossteich befunden hat.

Es gibt ein altes Bild von 1703, in dem an dieser Stelle etwas Blaues eingezeichnet ist. Wir vermuten, dass es sich eben um einen Teich gehandelt hat“, erzählt Benesch. Mehr Hinweise gäbe es aktuell darauf noch nicht, man hoffe jedoch, bei den Arbeiten konkrete Spuren dahingehend zu finden.

Aus budgetären Gründen 2020 Abschluss

Mehrere Wochen werden die Arbeiten andauern. Komplett abgeschlossen wird das Projekt aller Voraussicht nach aber erst nächstes Jahr: „Der Teich wird mit einem Holzdeck samt amphitheaterartigen Sitzgelegenheiten abgeschlossen, das künftig von Schulen oder für kleinere Veranstaltungen genutzt werden soll. Das wird sich budgetär aber heuer nicht mehr ausgehen und nächstes Jahr dann gemacht“, erklärt Ortsvorsteher Egon Brandl.

Aktuell werden auch die beiden bestehenden Wehrmauern – eine davon wurde erst letztes Jahr freigelegt – von Steinrestaurationsspezialisten saniert.

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Landschaftsplaner Albert Benesch berichtet von aktuellen Arbeiten rund um das Schloss Ulmerfeld.
Foto: NOEN

Für die Reparatur des Mauerwerks dürfen nur Steine aus dem unmittelbaren, denkmalgeschützten Umfeld sowie eigens nachgemischter Mörtel aus der jeweiligen Bauzeit der Mauer verwendet werden. „Damit entsprechen wir voll und ganz dem Denkmalschutz“, erklärt Benesch.

Noch heuer erhält das Schloss wie bereits berichtet auch einen Notausgang. Dadurch sind künftig bei Veranstaltungen um 100 Besucher mehr – bislang sind es 240 – erlaubt.