Erstellt am 12. August 2015, 06:32

von Daniela Rittmannsberger

Schritt in die Zukunft. Die Gemeinde Biberbach führt zurzeit Leerverrohrungen im Ortsteil Adersdorf für ein Glasfasernetz durch. Im Herbst soll der Umbau dann im Ortsgebiet weitergeführt werden.

Vizebürgermeister Max Soxberger, Gemeinderat Fritz Hinterleitner und Bürgermeister Karl Latschenberger (v.l.), am Bild mit Arbeitern der Straßenmeisterei, forcieren die Leerverrohrung für ein Glasfasernetz.  |  NOEN, Rittmannsberger

Die Datenübertragung via Glasfaser ist in vielen Gemeinden in der Region ein Thema; zu diesem Zwecke werden in einige Orten bereits Leerverrohrungen durchgeführt.

Bis dato keine Pläne am Tisch

In der Gemeinde Biberbach waren bis dato keine Pläne dahingehend am Tisch, kurzfristig beschloss man jetzt aber doch, ab dem Ortsteil Adersdorf bis nach Kematen/Ybbs Rohre zu verlegen. Der Grund: Die Gemeinde Kematen ist bereits sehr weit im Ausbau, direkt anschließend besteht daher die Möglichkeit, die Rohre weiter in das Gemeindegebiet von Biberbach zu verlegen.

Zudem wird die Landstraße von Kematen nach Adersdorf gerade neu errichtet, daher müssen nicht extra für die Verrohrung Umgrabungsarbeiten vorgenommen werden.

Biberbach ergreift die Chance

Die Gemeinde nahm Kontakt mit dem zuständigen Unternehmen auf und fädelte den Bau ein. „Üblicherweise kümmern sich Netzbetreiber um den Ausbau des Glasfasernetzes. Biberbach war aber auch in den kommenden Jahren nicht dafür vorgesehen. Auch wenn es budgetär nicht geplant war, wollten wir diese Chance jetzt ergreifen“, erklärt Vizebürgermeister Max Soxberger die Gründe für die rasche Entscheidung.

Auf einer Länge von 1,08 Kilometer werden die Voraussetzungen für eine künftig schnellere Datenübertragung geschaffen, rund 9.000 Euro kostet der Ausbau. Im Herbst möchte man dann die Leerverrohrung auch im Ortsgebiet auf Schiene bringen, denn Soxberger ist sich sicher: „Es ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Betriebe siedeln sich dort an, wo die technischen Voraussetzungen und die Infrastruktur gegeben ist und passt.“

Für private Nutzer wird zurzeit ein Abzweiger zu jedem Haus verlegt, um die Verkabelung müssen sich die Besitzer gemeinsam mit Netzanbietern dann selber kümmern.