Bezirk Amstetten: 32 Junglehrer werden angestellt. Schuljahr 2018/19 – Neuorganisation der Schulaufsicht. Deutschförderklassen werden in Amstetten und St. Valentin eingerichtet. Pensionierungswelle eröffnet 32 Junglehrern Jobs.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 09. August 2018 (06:12)
Schwarz-Koenig
Der Mostviertler Bildungsmanager Josef Höndler sieht die Planung des kommenden Schuljahres auf Schiene. Ab Jänner 2019 kommen Strukturänderungen auf die Außenstellen des Landesschulrates zu.

Während für Schüler und Schulen die Sommerferien ihre Halbzeit erreichen, herrscht in der Schulaufsicht des Mostviertels, die von der Außenstelle des Landesschulrats (LSR) in Waidhofen organisiert wird, rege Aktivität.

Warteliste für Mathematik und Volksschulen

„Wir waren in den vergangenen Monaten unter anderem damit beschäftigt, jene Junglehrer einzustellen, die rund drei Dutzend Pensionierungen wettmachen sollen“, sagt der Leiter der Außenstelle des LSR in Waidhofen, Bildungsmanager und Pflichtschulinspektor Josef Hörndler.

Mit September treten 32 Junglehrer im Bezirk Amstetten erstmals ihren Dienst an. „Vor allem im Bereich der Neuen Mittelschulen kommen die meisten Junglehrer zum Einsatz“, sagt Hörndler.

So konnten alle Bewerber mit Lehramtsprüfungen in Deutsch, Englisch, Physik und Chemie eingestellt werden, während es bei den Mathematik- und Volksschullehrern eine Warteliste und Vertröstungen auf das nächste Schuljahr gibt.

Hörndler: „Wünsche der Schulen wurden erfüllt“

„Es konnten an den Volks- und Mittelschulen praktisch alle Stellen nach den Wünschen der Direktoren nachbesetzt werden“, sagt Hörndler und wertet dies als ein Zeichen für die Effizienz des Personalmanagements. Eine große Änderung wird es in der Betreuung von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache geben.

„Es steht bereits fest, dass wir sowohl in Amstetten als auch in St. Valentin drei bis vier Deutschförderklassen aufgrund der entsprechenden Schülerzahlen einrichten können“, sagt Hörndler. Ingesamt sind 330 außerordentliche Schüler im Bezirk in den Schulen, die Deutschförderungen erhalten. 14 Dienstposten sind allein für die Deutschförderung im Bezirk eingesetzt.

In der organisatorischen Aufstellung der Schulaufsicht wird mit 1. Jänner 2019 eine gravierende Änderung, die gesetzlich bereits von der vorigen Regierung beschlossen wurde, schlagend.

„Die Schulaufsichten der Pflichtschulen und der weiterführenden Schulen werden in den fünf Bildungsregionen vernetzt. Somit hat die Bildungsregion also in Zukunft die Aufgabe, die gesamte Bildungs- und Schullandschaft in ihrem Gebiet zu steuern. Dazu werden Abteilungsleiter ernannt, die die Vernetzung lenken und koordinieren müssen“, sagt Hörndler.

Neue Direktoren wird es an mehreren Standorten geben. So bekommt die Volksschule St. Peter in der Au mit Maria Kimmeswenger eine neue Leiterin. Mit der Sonderschule Amstetten wird Daniela Schäfer von der ASO Haag als Leiterin betraut, weil Elisabeth Domesle in ein Sabbatical vor dem Ruhestand geht. An der NMS St. Peter/Ramingtal übernimmt Margareta Hölzl provisorisch die Leitung von Astrid Nöbauer.

3,8 Mio für Schulen und Kindergärten im Bezirk

Der Schul- und Kindergartenfonds des Landes NÖ unterstützt im kommenden Schuljahr Gemeinden im Bezirk mit einer Sonderfinanzierung von 3,8 Millionen Euro bei der Adaptierung von Schul- und Kindergartengebäuden. Auf Um-, Zu- und Neubauten entfallen 2,9 Millionen Euro. Zusätzlich unterstützt das Land über den Schul- und Kindergartenfonds Bauprojekte in Höhe von 800.000 Euro.

Durch den Schul- und Kindergartenfonds kann die Volks- und Musikschule St. Georgen am Ybbsfelde umgebaut und erweitert werden. Der weitere Ausbau für Kleinkindbetreuung ist auf Schiene. Im Bezirk werden im kommenden Schuljahr 4.160 Kinder in 226 Gruppen betreut. In Waidhofen sind 399 Kinder in 21 Gruppen gemeldet.