Stadt Amstetten erweitert die Ferienbetreuung

Gemeinde stellt Freizeitpädagogen an. Auch zusätzliche Nachmittagsbetreuungsgruppe an NMS Amstetten soll es geben.

Erstellt am 06. Juni 2018 | 05:46
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7271681_ams22ams_elisabeth_asanger_t10955835_02.jpg
Aufgrund ihrer Wahl zur Kulturstadträtin hat Elisabeth Asanger die Schulagenden abgegeben. Im Gemeinderat gab sie aber noch einen ausführlichen Bericht über die Aktivitäten im Schulbereich.
Foto: privat

Im Vorjahr gab es in der Stadt im Bereich der Neuen Mittelschulen massive Probleme mit der Verteilung der Schüler. Zuerst drohte in Mauer keine erste Klasse zustande zu kommen, dann mussten Kinder aus Hausmening auf andere NMS-Standorte zugewiesen werden. Grund der Misere: Das gesamte Gemeindegebiet ist ein einziger Schulsprengel.

„Für dieses Schuljahr hat sich die Lage entspannt, denn die Gesamtschülerzahl ist über 126 gestiegen. Daher gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf eine zusätzliche Klasse in Amstetten“, berichtete die scheidende Bildungsgemeinderätin Elisabeth Asanger (SPÖ) – ihr folgt Helfried Blutsch nach (siehe Seite 10) – im Gemeinderat.

Allersdorf als Standort der Ferienbetreuung

Auf neue Beine gestellt wird die Nachmittagsbetreuung in den Schulen. Bisher wurde diese über das NÖ Familienland mit Junglehrern, die auf eine Anstellung warten, organisiert. Aufgrund einer Pensionierungswelle bei den Lehrern, wird es da aber künftig nicht mehr so viele geben. Daher stellt die Stadt nun selbst 16 Freizeitpädagogen (Teilzeit) an. Einige Plätze sind noch frei.

Asanger kündigte an, dass es ab Herbst auch in der Neuen Mittelschule Amstetten eine Gruppe für Nachmittagsbetreuung geben werde. Bisher waren es 13 (siehe Infobox). Zudem will man mit dem neuen qualifizierten Personal die Ferienbetreuung erweitern. „Dieses Angebot wird es nun neben den Sommerferien zusätzlich in der ersten Jännerwoche, den Semesterferien und der Karwoche geben. Die von der Regierung geplanten zusätzlichen Herbstferien können ebenfalls angeboten werden. Somit unterstützen wir Familien direkt“, berichtet die SP-Politikerin.

Standort der Ferienbetreuung wird künftig der neue Nachmittagsbetreuungsbereich in der umgebauten Volksschule Allersdorf sein. Bei vielen Anmeldungen ist auch ein Ferienbetreuungsstandort in Hausmening geplant.

Schulsozialarbeit ist wichtiges Angebot

Ein wichtiges Angebot an den Amstettner Schulen ist die Schulsozialarbeit. Schüler können während der Unterrichtszeit Beratung in Anspruch nehmen. Es werden aber zum Beispiel auch Workshops zum Thema Mobbing durchgeführt. „Wir wollen dieses Angebot auf alle Pflichtschulen ausdehnen. Seit Semesterbeginn gibt es die Schulsozialarbeit auch an der Volksschule Preinsbacher Straße, im Dezember ist der Start in der Volksschule Elsa Brändström geplant“, berichtet Asanger.

In ihrem Bericht wies sie natürlich auch auf die Investitionen hin, die die Stadt in ihren Schulen tätigt. Die Erweiterung und Sanierung der Volksschule Allersdorf mit einem eigenen Nachmittagsbetreuungsbereich, zusätzlichen Räumen und einer neuen Turnsaalausstattung kostete rund 3,7 Millionen Euro. Offizielle Eröffnung ist Mitte Juni.

„Die Stadt Amstetten beteiligt sich darüber hinaus in Mauer-Öhling am Umbau- und der Adaptierung der schulischen Nachmittagsbetreuung der Volksschule mit 123.000 Euro. Und in der NMS Mauer sind derzeit Sanierungsmaßnahmen in der Höhe von 292.800 in der finalen Umsetzung“, listet Asanger auf.