Diskussion als wichtiger Schritt zur Ortskernbelebung. Bürgermeister lud zur Diskussion über Belebung des Ortskerns. Weitere Termine sollen folgen.

Von Christa Aichinger. Erstellt am 04. April 2019 (04:00)
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Bürgermeister Johann Spreitzer beim Wirtschaftsgespräch.
NÖN

Vergangenen Mittwoch lud Bürgermeister Johann Spreitzer (VP) Gewerbetreibende und Bürger zum Seitenstettner Wirtschaftsgespräch ins Gasthaus Ott ein. „Unsere Wirtschaft befindet sich im Wandel – der Wettbewerb ist ein harter“, sagte der Ortschef zur Einleitung. Dies betreffe nicht nur die Unternehmer, sondern auch die Gemeinde.

Grundsätzlich hat Seitenstetten aber eine gute Ausgangssituation mit seiner Lage und Erreichbarkeit, den aktiven Betrieben, dem Stift als starken Frequenzbringer und der wachsenden Bevölkerungszahl.

„Wirtschaft verändert sich aber und dem muss man Rechnung tragen“, betonte Regionalentwickler Josef Wallenberger, der in einem spannenden Impulsreferat über Kernthemen, wie Bevölkerungswachstum, Fachkräftemangel, Kaufkraft und über das veränderte Kundenverhalten sprach. „Primär stellen sich die Fragen, wie man es schaffen kann, ein Zentrum am Leben zu halten und was es braucht, damit die Gemeinde für Unternehmer und deren Kunden noch attraktiver wird“, erklärte er.

Herausforderungen durch Digitalisierung

Josef Wallenberger von der Regionalberatung Wallenberger & Linhard beschrieb seine Sichtweise des Wirtschaftsstandorts Seitenstetten aus jetziger Sicht.
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Besonders wies Wallenberger auf die Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung hin. Die Versorgung der Betriebe und Bürger mit schnellem Internet sei natürlich längst ein Muss.

Nach dem Referat folgten eine spannende Diskussion und ein reger Gedankenaustausch. Auch neue Ideen, wie man den Wirtschaftsstandort Seitenstetten stärken könnte, wurden dabei entwickelt. Tamara Ott erinnerte an das Marktfest im Jahr 2009, das ein voller Erfolg war und regte an, diese Veranstaltung zu wiederholen.

Georg André merkte an, dass die Westumfahrung zwar sicher wichtig sei, „seit ihrer Inbetriebnahme hat sich aber die Kundenfrequenz in der Lebensmittelbranche deutlich verringert.“

Viel diskutiert wurde auch über die nicht zufriedenstellende Parkplatzsituation im Ort und eine sinnvolle Verwertung der Leerstände. Themen waren zudem die Errichtung von Betreuungseinrichtungen und auch von Geschäftswohnungen.

"Um dem Wettbewerb standhalten zu können, ist es wichtig, gemeinsam aufzutreten und gemeinsame Ziele zu verfolgen“ Bürgermeister Johann Spreitzer

Letztendlich wurde vorgeschlagen, weitere Gespräche folgen zu lassen und gemeinsam Aktivitäten und Projekte zu entwickeln. Bürgermeister Johann Spreitzer sagte das auch gerne zu: „Denn um dem Wettbewerb standhalten zu können, ist es wichtig, gemeinsam aufzutreten und gemeinsame Ziele zu verfolgen“, erklärte er.

Dem stimmt auch SP-PS-Chef Alois Schlager zu. „Die Veranstaltung war ein erster Schritt. Wir brauchen aber ein großes Konzept für die Entwicklung von Seitenstetten. Bei der Erarbeitung gehören alle eingebunden, aber die Gemeinde muss der Motor sein“, betont er.

Vizebürgermeister Franz Tramberger (VP) ist zuversichtlich, dass sich in Zusammenarbeit von Wirtschaft und Gemeinde sicher gute Projekte entwickeln lassen werden.

Viele Wirtschaftstreibende und auch interessierte Bürger folgten der Einladung zum Wirtschaftsgespräch und lauschten interessiert dem Impulsreferat von Regionalentwickler Josef Wallenberger, der über die Chancen und Probleme durch die sich rasch verändernde Wirtschaft hinwies.
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