Fernwärme investiert 140.000 Euro in Photovoltaik. Mehr als 500 Paneele installiert. Die Fernwärme GmbH erzeugt künftig rund 20 Prozent ihres Strombedarfs selbst.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 22. November 2019 (05:36)
Pater Georg Haumer, Paul Latschenberger, Geschäftsführer der Seitenstettner Fernwärme GmbH und Bürgermeister Johann Spreitzer vor der Lagerhalle, deren Dach nun zur Gänze mit Photovoltaikpaneelen bedeckt ist.
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Die Seitenstettner Fernwärme GmbH setzt auf saubere Energie. „Aus diesem Grund haben wir auf dem Fernwärmegebäude und auch auf der Lagerhalle Photovoltaikpaneele installieren lassen“, berichtet Geschäftsführer Paul Latschenberger.

Die Halle gehört zwar dem Stift, das hat aber die Nutzung genehmigt. Im Gegenzug hat die Fernwärme GmbH einen Teil der Dachkonstruktion erneuert, der schon desolat war. Insgesamt wurden mehr als 500 Stück Paneele auf den beiden Gebäuden installiert. „Mit dem Strom, den wir daraus gewinnen, könnten wir umgerechnet etwa 45 Haushalte versorgen. Wir werden die Energie aber natürlich selbst nutzen und damit 20 Prozent des Strombedarfs der Fernwärmeanlage decken“, sagt Latschenberger. Überschüssiger Strom fließt ins Netz.

Bürgermeister Johann Spreitzer freut sich, dass die Gemeinde mit dieser Photovoltaikanlage wieder ein Stück energieautarker wird. Seitenstetten ist ja e5-Gemeinde und sehr auf die Nutzung sauberer Energie bedacht. „Deshalb hängen auch alle öffentlichen Gebäude wie die Gemeinde und die Schulen am Netz, ebenso wie das Stift und sogar das Shoppingcenter Seitenstetten“, berichtet der Ortschef. In den kommenden Jahren soll das Fernwärmenetz in Seitenstetten auch noch erweitert werden. Der Wirtschafter des Stifts, Pater Georg Haumer, berichtet, dass man gerne die Zustimmung zur Nutzung der Lagerhalle gegeben habe. „In Zeiten der Klimakrise muss man jede Möglichkeit nutzen, umweltschonend Energie zu erzeugen.“

Die Fernwärme GmbH hat rund 140.000 Euro in die Photovoltaik-Anlage investiert. Amortisieren soll sie sich in etwa 15 Jahren.