Erstellt am 29. Mai 2015, 05:45

von Hermann Knapp

Maximum ausschöpfen. Haftungsfrage / Für Großveranstaltungen im Meierhof liegt keine Betriebsstättengenehmigung vor. Gemeinde will das ändern.

Stift Seitenstetten. Foto: Diözese St. Pölten  |  NOEN, Diözese St. Pölten

Großveranstaltungen im Meierhof des Stifts wie etwa der Neujahrsempfang der ÖVP des Bezirks, der Rot-Kreuz-Ball aber auch der Maturaball des Stiftsgymnasiums mit manchmal bis zu 1.000 Gästen, bewegten sich bisher rechtlich zumindest im Graubereich. Denn eigentlich bedarf es dafür einer eigenen Betriebsstättengenehmigung, die aber nicht vorliegt.

Kritik daran hat ja schon im Vorjahr Bezirksfeuerwehrkommandant Armin Blutsch geübt, und auf die Gefahren, die damit verbunden sind, hingewiesen: Wer haftet, wenn etwas passiert? Kürzlich hat nun auch die Bezirkshauptmannschaft Bürgermeister Johann Spreitzer und Vize Franz Tramberger in einem Gespräch aufgefordert, im Meierhof einen rechtskonformen Zustand herzustellen.

„Wir haben deshalb nun mit einer Expertin eine Begehung der Veranstaltungsräume durchgeführt. Sie ist der Ansicht, dass es nur geringer baulicher Maßnahmen bedarf – etwa die Öffnung eines zusätzlichen Fluchtweges – um eine Betriebsstättenbewilligung zu bekommen“, berichtet Bürgermeister Johann Spreitzer. Er hofft, dass künftig auch unter Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien möglichst viele Personen zu Veranstaltungen zugelassen werden. „Wir möchten natürlich das Maximum ausschöpfen.“ Der Ortschef will auf jeden Fall vor der nächsten Großveranstaltung im Meierhof das Thema erledigt haben. Die Gastronomie des Stifts verfügt natürlich über eine Betriebsstättengenehmigung.