Spatenstich für Hochwasser-Schutzprojekt in Amstetten

Erstellt am 06. Juli 2022 | 03:33
Lesezeit: 3 Min
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Spatenstich für das Hochwasserprojekt Waidahammer: Bürgermeister Johann Weingartner (5. von links), Bürgermeister Christian Haberhauer (6. von links), Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (8. von links), Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer (9. von links), Umweltgemeinderätin Michaela Paffeneder (7. von rechts), Ortsvorsteher Manuel Scherscher (3. von rechts) mit den Anrainerinnen sowie Vertretern der Stadtverwaltung und der Abteilung Wasserbau des Landes NÖ.
Foto: Knapp
Acht Gebäude sollen mit Poldern, Erdwällen und mobilen Verschlüssen bei Türen und Fenstern vor Überflutungen geschützt werden. Kosten: 700.000 Euro.
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Das Zittern vor Unwettern und Starkregen soll für die Anrainer des Zauchbachs in Amstetten und Euratsfeld nächstes Jahr ein Ende haben.

Am Mittwochnachmittag fand der Spatenstich für das Hochwasserschutzprojekt statt, das acht Objekte und 28 Menschen vor Überflutungen schützen soll. Fast genau ein Jahr ist es her, dass der Bach zuletzt über die Ufer trat und die Gebäude unter Wasser setzte.

Stark betroffen war damals das Gasthaus Hilmbauer (Waidahammer), das künftig mitsamt dem nebenbei gelegenen Privathaus Sonnleitner mit einem Polder vor Hochwasser geschützt werden soll. Dieser wird zum Teil aus fixen Betonwänden und zum Teil aus mobilen Elementen bestehen. Ein Pumpwerk wird dafür sorgen, dass bei Starkregen das Wasser aus dem Inneren des Polders in den Bach geleitet werden kann. „Die mobilen Wände werden so konstruiert sein, dass man sie händisch montieren kann. Das Hochwasser des Zauchbaches kommt erfahrungsgemäß sehr rasch und da müssen die Betroffenen selbst handeln können. Bis die Feuerwehr hier wäre, könnte es sonst schon zu spät sein“, sagt Dieter Stadlbauer, Referatsleiter Stadt für Infrastruktur und Wasserwirtschaft. Da die Umhausung der beiden Gebäude natürlich Auswirkungen auf die Unterlieger des Zauchbachs haben wird, bekommen auch diese einen Hochwasserschutz, der aus Erdwällen und zum Teil aus mobilen Verschlüssen bei Türen und Fensteröffnungen bestehen wird, die ein Eindringen des Wassers in die Gebäude verhindern sollen. Das gilt auch für den Bauernhof Bruckmühle auf Euratsfelder Seite.

Für Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer ist das Geld zum Schutz von Menschen und Gebäuden gut angelegt. „Es werden da rund 700.000 Euro investiert, wobei 86 Prozent von Land und Bund übernommen werden. Die Gemeinde Amstetten steuert 80.000 Euro bei, die Gemeinde Euratsfeld 10.000 Euro“, berichtete der Stadtchef beim Spatenstich.

Mit dabei beim Spatenstich war auch Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die den Anrainern wünschte, „dass ihr den Hochwasserschutz nie braucht, aber wenn doch, dass er hält, was er verspricht.“

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