Eschensterben: Gehwege in Amstetten werden gesperrt. Eschensterben in der Forstheide breitet sich rasant aus. Befallene Bäume müssen gefällt werden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 27. Juni 2017 (06:13)
Stadtgemeinde Amstetten
Die Eschenwelke ist eine schwere, durch Pilze verursachte Baumkrankheit, die ein Eschensterben zur Folge hat.

Das Eschentriebsterben hat sich in den letzten Jahren rasant ausgebreitet. Auch in Amstetten mussten ja schon im Jahr 2015 an der Oiden befallene Bäume gefällt werden, weil sie eine Gefahr für den Verkehr darstellten. Das Tückische: Kranke Stämme fallen ganz plötzlich um.

„Befallene Bäume stellen massives Sicherheitsrisiko dar“

Auf dem Klosterer Berg (B119 Gemeindegebiet Ardagger) ist erst vor einigen Wochen eine Esche umgestürzt und auf ein Auto gefallen. Die Lenkerin kam zum Glück mit dem Schrecken davon.

„Dieses Beispiel zeigt aber deutlich, dass die befallenen Bäume tatsächlich ein massives Sicherheitsrisiko darstellen“, sagt Grünen-Stadtrat Dominic Hörlezeder. Er sieht für die Gemeinde vor allem in der Forstheide Handlungsbedarf. „Denn dort haben wir viele Eschen stehen, die natürlich eine Gefahr für die Erholungssuchenden sind. Die Bäume müssen entfernt werden und dazu müssen wir einige Gehwege voraussichtlich sperren“, sagt der Umweltstadtrat.

Wie lange die Gehwege gesperrt werden müssen und welche Bereiche besonders betroffen sind, lest Ihr in der aktuellen Ausgabe der NÖN sowie im ePaper.

Das Eschentriebsterben, auch bekannt als Eschenwelke, ist eine schwere Baumkrankheit, die durch einen aus Ostasien eingeschleppten Pilz (Hymenoscyphus fraxineus) verursacht wird.

Bis heute sind keine wirkungsvollen Maßnahmen gegen das Eschentriebsterben bekannt, und die Existenz der Esche als wertvolle Baumart ist bedroht.