Sieben Infizierte in der Bezirkshauptstadt. In Amstetten wird schon länger gemunkelt, dass es ebenfalls Infizierte, auf jeden Fall aber Personen in Quarantäne gibt. Nun hat sich die Stadtregierung entschlossen "im Sinne einer transparenten Kommunikation" mit Zahlen an die Öffentlichkeit zu gehen. Derzeit sind in der Bezirkshauptstadt (Stand Sonntagabend) sieben Personen infiziert.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 22. März 2020 (19:32)
Symbolbild
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Weiters befinden sich einige Personen in Absonderung. Die Verantwortlichen der Stadtgemeinde stehen mit der Bezirkshauptmannschaft und den Blaulichtorganisationen in einem laufenden Informationsaustausch über die aktuelle Lage.

"Sollte ein begründeter Verdacht vorliegen, dass jemand infiziert ist oder sollten schon Symptome auftreten, dann bitte zu Hause bleiben und die Gesundheitshotline 1450 anrufen. Dort wird abgefragt, ob die Symptome auf eine Infektion hindeuten und ob die Person in letzter Zeit einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt war. Wenn ja, wird eine Testung in die Wege geleitet, die dann im eigenen Haushalt vorgenommen wird", erklärt Bürgermeister Christian Haberhauer.

Im Fall einer positiven Testung, erfolge eine persönliche Information und man erhalte einen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft, der die Dauer der auferlegten häuslichen Quarantäne und eine Reihe von Verhaltensregeln enthalte. 

Um die „Absonderung“ von Erkrankten wieder zu beenden, sind übrigens zwei zeitlich unabhängige Tests erforderlich, die beide negativ sein müssen, erst dann kann die Quarantäne wieder aufgehoben werden.   

„Die letzte Woche hat gezeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung  sehr diszipliniert ist und die Vorgaben der Regierung einhält, dafür möchte ich mich hier bedanken. Leider gibt es immer noch vereinzelt Gruppierungen, die alle Richtlinien ignorieren, vor allem jungen Menschen fällt die Unterlassung sozialer Kontakte besonders schwer. Dies ist zu einem gewissen Ausmaß verständlich, trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass bei Verstößen seitens der Polizei mit der gebotenen Härte vorgegangen wird. Ignorante Aktionen wie die sogenannten „Coronapartys“ gefährden die Gesundheit von uns allen, da die Verbreitung des Virus nur durch eine strikte Unterbindung aller nicht notwendigen sozialen Kontakte erreicht werden kann", betont der Amstettner Bürgermeister.

Er bittet die Amstettner, Menschen die positiv getestet wurden, durch motivierende Anrufe zur Seite zu stehen. "Es ist wichtig zu bedenken, dass das Virus  jeden von uns treffen kann und in einer Krankheitssituation ist es ganz besonders wichtig, Zusammenhalt und Unterstützung zu spüren“, sagt Haberhauer.