Beachvolleyball im Edlapark: „Wäre eine Abwertung“. Vorschlag der Amstettner Volkspartei, im Edlapark einen Beachvolleyball-Platz zu errichten, stößt bei Heiner Brachner auf Kritik. Er sieht Naherholungsmöglichkeiten gefährdet.

Von Peter Führer. Erstellt am 14. August 2018 (05:19)
Heiner Brachner
Heiner Brachner sieht durch den möglichen Bau eines Beachvolleyball-Platzes eine Abwertung des Edlaparks. Foto: Heiner Brachner

Wie die NÖN in der Vorwoche berichtete, schlägt die ÖVP Amstetten vor, im Edlapark einen Beachvolleyball-Platz zu errichten. Stadtparteiobmann Andreas Gruber erklärte, dass sich der Edlapark als Standort hervorragend anbieten würde. „Wir haben in direkter Nachbarschaft große Wohngebiete, der Platz wäre also für Sportbegeisterte zu Fuß leicht zu erreichen“, betonte Gruber. Weiters würde der Park durch eine derartige Anlage aufgewertet.

Als Reaktion auf den Artikel meldete sich nun in der Vorwoche Anrainer und Künstler Heiner Brachner bei der NÖN. Er kann der Idee wenig abgewinnen.

„Analyse zeigte: Keine Eingriffe notwendig“

„Bereits vor einigen Jahren gab es Gerüchte über eine Verbauung der ‚Habersohngründe‘ im Edlapark, Damals haben Manfred Wohlfahrt, Gerhard Zeilinger und ich eine Analyse des Parks gemacht. Es hat sich herausgestellt, dass die Topographie des Ist-Zustandes ideal für die Naherholung ist und keine Eingriffe notwendig sind“, so Brachner.

Der Bau eines Beachvolleyball-Platzes würde den geschlossenen und historisch gewachsenen Naturraum nicht auf-, sondern abwerten. „Wenn etwas gemacht wird, das sich nicht historisch entwickelt hat, wird es aber nicht angenommen“, führt Brachner weiter aus. Aktuell erfreue sich der Edlapark aufgrund seiner Multifunktionalität hoher Beliebtheit. Ein neuer Beachvolleyball-Platz würde zu dominant für das Landschaftsbild werden.

„Wir haben nichts gegen Sportmöglichkeiten. Im Gegenteil, diese Möglichkeiten zu schaffen ist sehr wichtig. Aber man muss auch sensibel sein und gut überlegen, an welchen Orten solche Anlagen sinnvoll sind“, argumentiert der Amstettner. Weiters verwies Brachner darauf, dass es generell besser wäre, abzuwarten, bis feststeht, wie das Schloss Edla innen künftig genützt wird. „Es ist auch wichtig, dass der Innenbereich des Schlosses und der Außenbereich zusammenpassen.“

„Menschen begeistern sich für diesen Sport“

VP-Fraktionsobmann Markus Brandstetter betont auf NÖN-Nachfrage, dass man am Anfang der Diskussion stehe. „Es gehört ein Gesamtkonzept gemacht, in dem fußläufig erreichbare Flächen berücksichtigt sind, die sich für Sportarten eignen. Aus unserer Sicht ist der Edlapark für einen Beachvolleyball-Platz ideal. Wir merken, dass sich sehr viele Menschen für diesen Sport begeistern. Daher ist es wichtig, Möglichkeiten in der Nähe von Wohnungen zu schaffen.“

Wichtig sei es, dass möglichst viele Personen in die Diskussion eingebunden werden. „Für uns wäre es eine Aufwertung, aber es ist nichts in Stein gemeißelt. Wir sind allerdings immer bereit, uns Ideen und Vorschläge anzuhören. Im Endeffekt soll es für alle passen und sich positiv auf die Lebensqualität auswirken“, so der VP-Politiker.