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Erstellt am 14. Mai 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
3c wird spannend.
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Von Hermann Knapp

BEZIRK AMSTETTEN / Am Montagabend (nach Redaktionsschluss) tagte der Bezirksvorstand der ÖVP, um die Kandidatenliste für die Nationalratswahl im Herbst festzulegen. Im Vorfeld sind bereits einige Namen durchgedrungen. Gute Chancen auf den ersten Listenplatz konnte sich Eisenstraßenobmann Andreas Hanger ausrechnen. Und er strebt ihn auch selber an.

Vom Bauernbund darf er sich allerdings nicht zu viel Unterstützung erwarten. Im Bezirk schicken die Landwirte Landeskammerrat Andreas Ehrenbrandtner ins Rennen. Bezirksbauernbundobmann Andreas Pum lässt aber keinen Zweifel daran, dass der Bauernbund im Wahlkreis den Spitzenkandidaten aus Melk, Georg Strasser, unterstützen wird - der dort das schwere Erbe von Karl Donabauer antritt. „Letztlich geht es um die Interessen der Bauern und da brauchen wir bezirksübergreifend Einigkeit“, begründet Pum seine Haltung.

Für den Wirtschaftsbund wird der Waidhofner Peter Engelbrechtsmüller in den politischen Ring steigen. Er darf auch mit der Unterstützung des Wirtschaftsbundes der anderen Bezirke rechnen.

Die endgültige Entscheidung, wer im Wahlkreis 3c (Bezirke Amstetten, Scheibbs und Melk) Spitzenkandidat wird, trifft ein zwölfköpfiges Gremium bestehend aus den Bezirksobmännern und den Obleuten der Bünde (in Amstetten sind das Andreas Pum für den Bauernbund, Manfred Schimpl für den ÖAAB und Michaela Hinterholzer für den Wirtschaftsbund). Wahlkonvent gibt es keinen.

Erstmals: Kampf um Vorzugsstimmen

Erstmals werden auch die Nationalratskandidaten um Vorzugsstimmen laufen müssen. Und jener, der am Ende des Wahltages die meisten Stimmen im Wahlkreis auf sich vereinigen konnte, wird fix in den Nationalrat einziehen. Gerade deshalb rechnet sich Hanger gute Chancen aus, letztlich die Nase vorne zu haben. „Denn ich habe mit der Eisenstraße einiges bewegt, der Wirtschaftspark Ybbstal, dessen Geschäftsführer ich bin, ist vorbildhaft in NÖ und als Geschäftsführer der Neubruck Immobilien GmbH bereite ich die Landesausstellung 2015 mit vor. Dabei bin da mit 17 Gemeinden in engem Kontakt. Ich werde mich natürlich in den nächsten Monaten intensiv um die Wähler und Wählerinnen in den drei Bezirken bemühen.“

Ob er mit der bezirksübergreifenden Unterstützung des ÖAAB rechnen darf, wollte zumindest Amstettens Bezirksobmann Manfred Schimpl noch nicht sagen: „Am Montag wird die Reihung erstellt, dann werde ich dazu Stellung nehmen“, hält er sich noch bedeckt.

Für den Bezirk Amstetten könnte das Rennen um ein Mandat diesmal sehr eng werden, wenn das bündische Denken den Vorzug vor der Bezirkszugehörigkeit bekommt. Das zweite Grundmandat von Günter Kössl ist nur schwach abgesichert und wird vermutlich schwer zu halten sein. Der Bezirk Amstetten muss also darauf schauen, dass sein Spitzenkandidat die meisten Vorzugsstimmen auf sich vereint. Bezirksobmann Johann Heuras gibt freilich die Parole aus, das zweite Mandat auf jeden Fall zu halten. „Auch wenn es nur schwach abgesichert ist, muss das unser Ziel sein“, sagt der zweite Landtagspräsident. Dass der Bauernbund den Melker Kandidaten unterstützen will, möchte Heuras derzeit noch nicht kommentieren. „Warten wir die Entscheidungen der zuständigen Nominierungsgremien ab.“

Einen Kampf der Bünde fürchtet Heuras nicht, zumal ohnehin die Wähler und Wählerinnen mit ihrer Vorzugsstimme die Entscheidung treffen. Dass Heuras natürlich gerne einen Nationalrat aus dem Bezirk n Amstetten im Parlament hätte, ist aber auch klar.

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