Spital erzielt Überschuss

Erstellt am 22. November 2011 | 00:00
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
POSITIVER PRÜFBERICHT / Der Landesrechnungshof NÖ stellte dem Landesklinikum Amstetten ein recht gutes Zeugnis aus.
Werbung

VON HANNES HIRTENLEHNER

AMSTETTEN / Zu einem sehr positiven Ergebnis gelangte der Landesrechnungshof Niederösterreich bei der Prüfung des Landesklinikums Mostviertel Amstetten. Als einzige regionale Schwerpunktkrankenanstalt - weitere Standorte sind Horn, Krems, Mistelbach und Wiener Neustadt - konnte Amstetten im Vorjahr einen Überschuss erwirtschaften. In Summe betrug das Plus - nach zwei Jahren mit einem Defizit - immerhin 449.912 Euro. Und für dieses Jahr wurde ebenfalls ein Überschuss von rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Weitere organisatorische und wirtschaftliche Verbesserungen seien allerdings möglich, merkte der Landesrechnungshof an und gab dabei auch konkrete Empfehlungen ab.

„Ein Hauptgrund für das gute Ergebnis sind die Synergien, die innerhalb der Holding vor allem durch gemeinsame Planung zwischen den Kliniken insbesondere des Mostviertels, also zwischen Melk, Scheibbs, Waidhofen, Mauer und Amstetten, und zentrale Einkäufe erreicht werden“, erklärte Dr. Klaus Schuster, MA, MD, MBA.

Die Aufwände des Landesklinikums Amstetten erhöhten sich von 2007 bis 2010 um über elf Prozent, obwohl Leasingfinanzierungen und der zentrale Einkauf die Kosten dämpften. Die Erträge stiegen hingegen um rund 20 Prozent. Dies sei auf höhere Leistungen und Bewertungen sowie Mehreinnahmen aus sonstigen Strukturmitteln (für die ambulante Onkologie) zurückzuführen, berichtete der Landesrechnungshof.

Landesklinkum war auch  sehr gut ausgelastet

Auch die Auslastung des Landesklinikums Amstetten war im Vorjahr - wie in allen Spitälern der Region - mit 80 Prozent ausgezeichnet. Dabei wurden um vier Prozent mehr Operationen durchgeführt als noch im Jahr 2007. Die Räume für die Tagesklinik mit elf Betten wurden noch nicht in Betrieb genommen. Laut NÖ Landesregierung könne dies erst nach Fertigstellung der Bauetappe fünf geschehen. Der Landesrechnungshof empfiehlt dennoch eine rasche Ausweitung der tagesklinischen Leistungen.

Die Prüfer hielten auch fest, dass am Stichtag 30. November 2010 8,77 Stellen des ärztlichen Diensts nicht besetzt waren - daher sollte der Dienstpostenplan evaluiert werden.

Auffallend war auch, dass zum Stichtag sogar 14,77 Facharzt-Dienstposten nicht besetzt waren. Laut Dr. Schuster sei dieser Umstand aber kein Grund zur Besorgnis: Die Auswertung an einem Stichtag sei nicht sehr aufschlussreich, da es über das ganze Jahr gesehen beim Personalstand immer wieder zu Schwankungen komme. Durch intensive Rekrutierungsmaßnahmen und Informationen über das Klinikum und die Landesklinikenholding stünden aber immer genug Fachärzte zur Verfügung, betont Schuster: „Es ist zwar schwieriger als vor fünf Jahren, aber derzeit schaffen wir es noch. Es ist sicher noch keine Operation verschoben worden. Alle Abteilungen sind rund um die Uhr besetzt, den Patienten sind keine Nachteile entstanden. In der Unfallchirurgie haben wir sogar einen neuen Dienstposten geschaffen.“

Werbung