Schlägerungen: Forstbehörde hat Verfahren eingeleitet. Immer wieder gibt es Beschwerden von Bürgern über massive Schlägerungen im Bereich des Spitalswaldes. Die Forstbehörde ist der Sache auf den Grund gegangen und hat ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet.

Von Red. Amstetten. Erstellt am 17. März 2021 (15:11)

"Es handelt sich um eine Fläche von etwa 0,8 Hektar. Da bei einer geplanten Schlägerung ab einem halben Hektar eine Genehmigung der Forstbehörde einzuholen ist, und dies nicht geschah, gibt es nun ein Verfahren", berichtet Behördenleiter Fritz Hinterleitner. 

Anlass für die Schlägerungen seien offenbar kranke Eschen gewesen, die in dem Waldstück standen, das zwei Privatpersonen gehört. Es dürften auch Bäume von selbst umgefallen sein. "Warum dann aber so viel gerodet wurde, ist unklar. Letztendlich dürfte die Sache aus dem Ruder gelaufen sein", sagt Hinterleitner.

Der Bezirksförster geht davon aus, dass sich die Fläche von selbst rasch wieder bewalden wird. Passiert das nicht, dann gibt es aber auch eine behördliche Wiederbewaldungsfrist von fünf Jahren, die die Grundbesitzer einzuhalten haben. "Darauf werden wir auch ganz genau schauen", versichert Hinterleitner.

Amstettens Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder hat ebenfalls schon seinen Unmut über die Schlägerungen kundgetan. "Aber da das Privatgrund ist, haben wir als Stadt dagegen keine Handhabe."