95,6 Prozent für Ursula Puchebner. Die SPÖ hat am Dienstagabend im MozArt bei ihrer Stadtkonferenz in Amstetten die Weichen für die Gemeinderatswahl gestellt. Bürgermeisterin Ursula Puchebner erhielt mit 95,6 Prozent der Stimmen einen deutlichen Vertrauensbeweis.

Von Hermann Knapp. Update am 25. Oktober 2019 (20:02)
Hermann Knapp
Spitzenkandidatin Ursula Puchebner mit den 81 anderen Kandidaten der SPÖ für die Gemeinderatswahl im Jänner 2020.

Mit 82 Kandidaten tritt die SPÖ bei der Gemeinderatswahl 2020 an. "Die Liste ist ein guter Querschnitt der Bevölkerung und bildet das Leben in der Stadt ab. Wir haben junge und ältere Kandidaten, alle Berufsschichten und Frauen und Männer", sagte Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig in ihren Grußworten. Sie kandidiert selbst am 24. Platz.

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Vor der Auszählung der Stimmen mit der gut gefüllten Urne (von links): Regina Öllinger, Vizebürgermeister Anton Katzengruber und Silvia Übelbacher

Die Kandidaten wurden auf der Bühne im MozArt präsentiert und einige auch kurz interviewt. Den Hauptpart bei der Präsentation bestritt aber natürlich Bürgermeisterin Ursula Puchebner. Sie erinnerte bei einem gedanklichen Spaziergang durch die Stadt "an die vielen Projekte, die in den letzten fünf Jahren verwirklicht wurden" - angefangen von der Sanierung der Pölzhalle über die Befestigung des Ybbswegs, die Neugestaltung des Umfeldes beim Schloss Ulmerfeld bis hin zur Ausweitung des Anrufsammeltaxis in die Ortsteile.

Die Bürgermeisterin listete aber auch die Projekte auf, die die Stadt noch in der Pipeline hat. Den Stadtsaal in Hausmening, den gemeinsamen Bauhof für die beiden Ortsteile Hausmening und Mauer, die Sanierung des Naturbades, die Entwicklung des Quartier A rund um den Bahnhof, die Neugestaltung des Hauptplatzes und den Dorferneuerungsprozess in Mauer.

Seitenhiebe gab es in Richtung des politischen Gegners in Person von VP-Spitzenkandidat Christian Haberhauer: "Im CityKompass-Prozesse hat es vonseiten der Moststraße, deren Geschäftsführer er ja damals noch war, geheißen, dass Amstetten das Beste von Stadt und Land vereint. Als Spitzenkandidat der ÖVP erklärt er nun plötzlich, die Stadtführung habe den Kontakt zu den Bürgern verloren und viele Chancen vergeben. Das ist eine inakzeptable Art mit Amstetten und seinen Bürgern umzugehen. Wer unsere Stadt schlechtredet, kann nicht gut für Amstetten sein", erklärte die Bürgermeisterin.

Dem Land warf sie einmal mehr vor, Projekte in Amstetten zu blockieren, "weil es offenbar nicht sein kann dass die SPÖ-Bürgermeisterin oder die Ortsvorsteher etwas erfolgreich umsetzen."

Abschluss und zugleich Höhepunkt der Stadtkonferenz war natürlich die Nominierung der Kandidaten. 137 Wahlberechtigte gaben ihre Stimme ab. 70 Prozent der Kandidaten erhielten 100 Prozent Zustimmung, bei den Übrigen gab es eine bis sechs Streichungen. 

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"Unsere Kandidaten haben ein Herz für Amstetten und das heißt, sie haben das Herz am rechten Fleck", sagte Bürgermeisterin Ursula Puchebner bei der Stadtkonferenz.

Puchebner wurde mit 95,6 Prozent zur Spitzenkandidatin nominiert (2015 waren es noch  100 Prozent). Die Stadtchefin war sichtlich erfreut über den Vertrauensbeweis. "Ich bin sicher wir werden am 26. Jänner gemeinsam ein gutes Ergebnis für die Sozialdemokratie und damit auch für die Stadt Amstetten erreichen."

Als Mindestziel gab SPÖ-Stadtparteiobmann Gerhard Riegler das Halten der derzeitigen 20 Mandate aus. "Wir wollen aber natürlich aber auch das 21. Mandat und damit die absolute Mehrheit zurückgewinnen!"

Die ersten 21 Kandidaten der SPÖ:

Ursula Puchebner, Michael Wiesner, Elisabeth Asanger, Gerhard Riegler, Julia Lindenhofer, Egon Brandl, Beate Hochstrasser, Bernhard Wagner, Regina Öllinger, Helfried Blutsch, Elisabeth Stoiber, Andreas Haker, Margit Huber, Edmund Maier, Silvia Übelbacher, Andreas Fröhlich, Birgit Hornes, Gisela Zipfinger, Franz Dangl, Andreas Kassberger, Alexandra Grabenschweiger.

Mehr zur Stadtkonferenz der SPÖ lest ihr in Ihrer nächsten NÖN-Ausgabe.

Update - 95,6 statt 92 Prozent: Wie die SPÖ mitteilte, ist bei der Bekanntgabe des Ergebnisses für Bürgermeisterin Ursula Puchebner bei der Stadtkonferenz am Dienstagabend ein Fehler passiert. Sie erreichte nicht 92 Prozent (wie ursprünglich berichtet), sondern 95,6 Prozent ­­– 131 von 137 möglichen Stimmen.