Arbeiten an Infrastruktur wieder aufgenommen. Ausbau in St. Georgen und Ardagger fortgesetzt. Straßenbeleuchtung und Marktstraßengestaltung sind Schwerpunkte.

Von Peter Führer. Erstellt am 02. Mai 2020 (04:23)
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Christian Kastner (Landsteiner), Kurt Salzmann (Held & Francke) und Bürgermeister Christoph Haselsteiner überzeugten sich von den Baufortschritt.
Gemeinde

Schön langsam nehmen die Projekte in den Gemeinden wieder Fahrt auf. In Matzendorf in St. Georgen hat man bereits im Vorjahr mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten begonnen. Nun wird auch das Straßenbeleuchtungsnetz in den Seitenstraßen erweitert.

Dazu haben die Firmen Landsteiner und Held & Francke in der Vorwoche mit den Grabungs- und Verlegearbeiten begonnen. Auch beim bestehenden Netz müssen in diesem Zuge einige Leitungen ausgetauscht werden. Bei einer Besichtigung vor Ort erkundigte sich Bürgermeister Christoph Haselsteiner nach dem aktuellen Baufortschritt und freute sich, dass die Arbeiten wieder aufgenommen wurden.

In der Folge wird auch die Fertigstellung des Gehweges St. Georgen-Hermannsdorf in Angriff genommen. „Anfang Mai kann hoffentlich wieder an den Verbindungswegen gearbeitet werden. Die Planungen laufen wieder in Richtung Normalität“, erklärt Haselsteiner.

Gemeinderatssitzung in den Georgsaal verlegt

Anfang Mai steht auch wieder eine Gemeinderatssitzung auf dem Programm. Diese soll – um die Sicherheitsabstände zu gewährleisten – im Georgsaal stattfinden. „Wir haben in den vergangenen Wochen über Skype eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Für eine Gemeinderatssitzung ist aber der persönliche Kontakt wichtig“, sagt Haselsteiner. Der niederösterreichische Landtag hat mit einem Beschluss ermöglicht, Sitzungen als Videokonferenz abzuhalten.

In Ardagger arbeitet man bereits an der Neugestaltung der Marktstraße. Dort entsteht eine Begegnungszone. „Die Grundzüge sind in Anrainerbesprechungen vorgestellt und auch noch adaptiert worden. Jetzt wird in drei großen Etappen umgesetzt: Zunächst der erste Teil vom Pfarrhof bis zum Höller Brunnen. Dann soll als zweiter Teil die eigentliche Marktstraße von der Donaulände bis zum Kaufhaus Moser folgen. Und als dritter und letzter Teil ist dann die Neugestaltung des Marktplatzes vorgesehen“, berichtet Bürgermeister Hannes Pressl.

Es kommt zu mehreren großen Neuerungen. So ändert sich etwa die Vorrangsregelung bei der Kreuzung B119/Pfaffeneder-Moser-Radlbauer und die gesamte Marktstraße wird künftig niveaugleich sein. Außerdem sind Bepflanzungs- und Bauminseln geplant. Nach Fertigstellung der Arbeiten gilt dann durchgängig eine 30 km/h-Beschränkung. „Insgesamt ist die Planung darauf abgestellt, dass möglichst viele Parkplätze verbleiben, dass gleichzeitig mehr Grün in den Ort kommt und dass die Geschwindigkeit der durchfahrenden Autos auch psychologisch reduziert wird“, bringt es Pressl auf den Punkt.

Neben der Marktstraße sollen heuer in Ardagger auch der Glasfaserausbau und der Anschluss des Notbrunnens weitergeführt werden. Bei anderen Projekten wie dem WC im Donauwellenpark könnte es aufgrund der Coronakrise allerdings Verzögerungen geben.