Arztsuche mit Charmeoffensive. Gemeinde will bald Nachfolger für Werner Schwarzecker finden und startet intensive Öffentlichkeitsarbeit.

Von Peter Führer. Erstellt am 02. April 2019 (05:01)
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Da die bisherigen Maßnahmen für die Suche nach einem zukünftigen Gemeindearzt erfolglos blieben, geht der Gemeinderat geschlossen nun noch offensiver auf Ärztesuche.
Gemeinde

Großes Thema bei der letztwöchigen Gemeinderatssitzung war die anstehende Pensionierung des Gemeindearztes Werner Schwarzecker. Dieser tritt mit 1. Juli den Ruhestand an. Das Ausschreibungsverfahren für die vakante Stelle ist bereits im Laufen. Obwohl bereits Gespräche mit Interessenten stattgefunden haben, blieben Bewerbungen für die freie Ordination bisher aus.

„Wir setzen alles daran, möglichst bald einen neuen Arzt in St. Georgen zu bekommen. Der Druck ist natürlich groß. Wir wollen daher offensiv in die Öffentlichkeit gehen. Die Suche hat oberste Priorität“, erklärt Bürgermeister Christoph Haselsteiner.

Maßnahmenpaket wurde beschlossen

Der Gemeinderat beschloss für diesen Zweck einstimmig ein Maßnahmenpaket. Dieses umfasst die Bewerbung der Stelle auf verschiedenen Kanälen, wie etwa in Ärztezeitungen und im Internet. Zudem wurde ein Gremium geschaffen, das sich mit der Arztsuche beschäftigt.

„Es geht uns darum, die Vorzüge unserer Gemeinde, wie die Nähe zu Amstetten und zum Landesklinikum, zu unterstreichen und uns gut zu vermarkten. Vielleicht lässt sich ja die Tätigkeit als Arzt in der Gemeinde mit einer Tätigkeit im Landesklinikum ideal verknüpfen. Auch, dass die Praxis barrierefrei ist und es erfahrenes Personal gibt, das die Patienten kennt, ist ein großer Vorteil“, weiß Haselsteiner.

"Wir setzen alles daran, ein attraktives Angebot zu schaffen"Bürgermeister Christoph Haselsteiner

Dennoch sei man sich bewusst, dass die Arztsuche – wie Beispiele in anderen Gemeinden zeigen – kein einfaches Unterfangen ist. Und auch in Nachbarorten gehen mehrere Ärzte bald in den Ruhestand. „Wir sind natürlich auch bereit, mit einem jungen und interessierten Arzt über etwaige Adaptierungen der Praxis oder Zubauten zu diskutieren und dabei zu unterstützen. Wir setzen alles daran, ein attraktives Angebot zu schaffen“, führt Haselsteiner aus. Trotz der Tatsache, dass im Moment allein im Bezirk zahlreiche Stellen ausgeschrieben sind, ist man zuversichtlich, bis Sommer einen Mediziner zu finden.

„Ich bin positiv gestimmt, dass wir bis 1. Juli eine Lösung präsentieren können und die Patienten nicht vor verschlossener Türe stehen müssen“, bleibt Haselsteiner optimistisch.